TriniTracker June 13th – Atlantic Challenge II

June 13th, 2016 – 07:00pm EST / 2300 UTC
Position: 3557,100N 07142,600W – 400 nautical miles NW of Bermuda SOG: 6.0 kts / Speed: 7.6 kts
Wind: 10 kts
Course: 107
MAS (Mood at Sea): a little exhausted / ‘n bisschen fertig

Moin!

Wir haben eine heftige Nacht hinter uns. Nicht, dass wir nicht auch heftige Naechte moegen. Aber hier draussen auf dem tobenden Ozean sind diese Naechte anders.

Der Tag fing recht vielversprechend an. Unser Freund Lonnie stand frueh auf, um sich vor dieser grossen Reise persoenlich von uns zu verabschieden und die Leinen ueber zu werfen. Ein traumhafter Sonntag morgen empfing uns, nicht eine Wolke am Himmel, eine gute Brise und wir segelten heraus aus der Chesapeake Bay, hinein in den ungewoehnlich ruhigen Atlantik. Kaum Seegang. Ein perfekter Start. TRINITY glitt mit 7 Knoten dahin.

Am Nachmittag zogen die ersten Wolken auf. Wir waren auf unserem Weg zur Querung des Golfstroms. Das wird rough, sagte uns bereits unser Weather-Router Chris Parker, den wir fuer unser Wetter-Coaching ueber den Atlantik engagiert haben. Und so kam es dann auch. Wind aus Nord gegen Strom aus Sued. Kurze, hohe, giftige Wellen erwarteten uns in der Nacht. Das Wasser brodelte foermlich. Hinzu kam der Golfstrom-typische Thunderstorm. Ich benutze absichtlich diese Terminologie, denn das Gewitter, dass wir Nordeuropaeer kennen, hat mit diesen aggressiv aufbrausenden Stuermen und einem rings um dich herum blitzenden, bebenden Himmel nichts gemein. Senkrecht aus den Wolken schlagen die grellen Flammen ins Meer ein. Ueber Stunden sind mehrere dieser vernichtenden Naturgewalten mit Winden in Sturmstaerke ueber uns hinweg gezogen. Da wir vorsorglich am Abend die Segel deutlich gerefft hatten, liess sich diese wilde Nacht allerdings gut segeln. Trotz 2 Knoten Strom gegenan hatten wir immer mindestens 8 Knoten SOG. An Schlaf war allerdings kaum zu denken. So hat es das Schiff hin und her geruettelt. Nur die Erschoepfung hat uns die ein oder andere Stunde Schlaf gebracht.

Mittlerweile sind wir ueber den Strom hinweg und halten sued-oestlichen Kurs, um die Bermudas am Donnerstag querab zu haben. Derzeit toben diverse Tiefs ueber den Atlantik. Und falls sich aus dem ein oder anderen ein Sturm oder gar Hurrican entwickeln sollte, koennten wir fuer ein paar Tage auf den Bermudas abwettern. Wir werden sehen und am Mittwoch oder Donnerstag kurzfristig entscheiden.

Seas the day
R+K

Good morning!

It was quite a rough night. Not that we don’t like rough nights now and then but out on the ocean this is a whole different story.

The day had started out promisingly. Our friend Lonnie did the early bird to throw over the mooring lines and see us off. A beautiful Sunday morning greeted us when we were sailing out of the Chesapeake Bay, into the open Atlantic. Accompanied by a cloudless sky and a nice breeze, with hardly any waves. TRINITY was going 7 knots – what a start!

In the afternoon, on our way to cross the Gulfstream, the sky started to get cloudy. Chris Parker had already forecasted that it would be a rough night. And so it was. Wind out of the north against current out of the south. Choppy and rolly at night. The water was almost boiling. And of course we encountered several of the notorious Gulfstream thunderstorms. Which can’t be compared to the thunderstorms we’re used to from Northern Europe. The sky is upset and brightly lit all the time, with vertical lightning strucking the ocean surface. Over hours we were surrounded by those conditions. Luckily we had reefed the sails in and were able to keep a nice sail, with minimum 8 kts SOG plus 2 kts current against us. If there wouldn’t have been the sleep deprivation due to the rodeo movements of the boat. Only exhaustion made us sleep for one or so hour.

In the meantime we’ve already crossed the Gulfstream and are sailing a SE course, bound for Bermuda. There are several lows building over the Atlantic. If they should develop into a tropical low or worse, we could wait in Bermuda for weather conditions to improve. That decision will be due Wednesday or Thursday.

Seas the day
R+R

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4 Responses to TriniTracker June 13th – Atlantic Challenge II

  1. Rhonda says:

    You are in our thoughts.

  2. Tina Manos says:

    DANKE, dass Ihr Euch trotz solcher Wetterbedingungen die Zeit nehmt, diesen Blog ständig aktuell zu halten. Das ist alles andere als selbstverständlich! Ich drück Euch… ganz feste! Mögen Euch sämtliche Stürme, Hurricanes & Co. fernbleiben! Ich hoffe auf eine möglichst sichere Überfahrt für Euch!

    Alles Liebe…. bin froh, wenn Ihr angekommen seid!😉
    Tina & Co.

  3. Christoph says:

    kling mal wieder spannend ohne Ende!

    Wir denken an Euch alles Liebe

    Carl, David, Christoph und Viola

  4. Wilhelm says:

    Moin aus Berlin!
    Idyllen sind oft truegerisch, ob in der Politik oder auf hoher See.
    Ich habe mir mal Aufnahmen vom GOES-13 angesehen, der als geostationärer Satellit über dem amerikanischen Kontinent an der Position 75° West steht und dessen Bilder vom Deutschen Wetterdienst aus rechtlichen Gruenden nur alle drei Stunden zur kostenlosen Grundversorgung bereitgestellt werden.
    Vermutlich durch den Golfstrom mitbedingt haben sich Tiefs gebildet, die in Richtung SO geschwenkt sind.
    Macht Euch selber ein Bild, die Links sind unten.
    Vielen Dank auch von mir fuer Euren tollen Blog. Er ist einfach gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen. Happy Ending!!
    Wilhelm

    http://14-tage-wettervorhersage.de/wetter/satellitenbilder/amerika/
    http://www.dwd.de/DE/leistungen/satellit_goes13/satellit_goes13.html?nn=16102

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