Holy Ship!

(English version below)

Unseren letzten Post haben wir Ende 2015 aus Little Creek, Norfolk, USA gesendet. Seitdem haben wir wieder jede Menge erlebt. Und inzwischen auch schon wieder knapp 1.500 Seemeilen gesegelt. Immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Auf dem Atlantik hatten wir mehrere Tage hintereinander Wind in Sturmstaerke. Absolut kein Problem fuer unsere TRINITY. Sie geht durch die Wellen wie das heisse Messer durch die Butter. Dafuer wurde sie von Van de Stadt konstruiert und von uns mit allem Notwendigen ausgestattet. Trotz schwerer See und hoher Wellen verwindet sie nie. Nichts knarrt oder quietscht. Souveraen mit erhobenem Haupt segelt sie ihren Weg durch die tobende See. Die perfekte DNA einer sehr sicheren und schnellen Hochseeyacht. Apropos schnell: Bei 35 Knoten Wind und 13 Knoten Fahrt haben wir dann doch mal unsere Genua gerefft.

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Rough seas around Cape Hatteras

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Stormy conditions on our way to Florida – no problem for TRINITY

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The relaxing power of a good cigar

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Back in The Bahamas – our new solar power plant is working great

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Welcome to The Bahamas – waiting for Customs in Morgans Bluff

Mittlerweile sind wir wieder auf den paradiesischen Bahamas angekommen. Abenteuerlich war wieder das Einchecken, diesmal auf Andros, der groessten und vom Tourismus fast unberuehrten Bahamas-Insel. Wir ankerten in der weitlaeufigen Bucht von Morgans Bluff ganz im Norden und fuhren mit dem Dinghy in den kleinen, engen Naturhafen. Dort fanden wir jemanden, der das Customs-Office am Flugplatz anrief, und setzten uns auf die Terrasse der noch geschlossenen Bar, um auf die Ankunft der Officers zu warten. Unserem Toernfuehrer nach war dies die uebliche Prozedur. Nach ein paar Stunden kam die Customs Lady und sagte sofort: “You have to bring the boat in”. Wir trauten unseren Ohren nicht und fragten nach, ob sie wirklich erwartete, dass wir TRINITY in den kleinen, engen und sehr flachen Hafen bringen. Ob wir sie nicht einfach mit dem Dinghy mit ruebernehmen sollten? “I’m not a dinghy person”. Und wo wir denn festmachen sollen? Sie wies auf einen alten, knorrigen Baum und zeigte auf ein paar Maenner, die uns beim Festmachen behilflich sein wuerden. Bei den beiden vormaligen Eincheck-Aktionen in den Bahamas wollten die Customs-Leute nie das Boot sehen. Nach kurzem Zoegern sprangen wir ins Dinghy, fuhren zurueck zu TRINITY, nahmen den Anker auf und steuerten den “Hafen” an. Unser Herz klopfte schneller, der Tiefenanzeiger wanderte bedrohlich nach oben. Schliesslich manoevrierten wir TRINITY an eine Mauer und verzurrten sie am besagten Baum. Die Lady kam an Bord, sass im Cockpit, drehte nur kurz den Kopf hin und her, schien zufrieden zu sein und erledigte den ueblichen Papierkram. Dann kletterte sie wieder von Bord und wir konnten zurueck zum Ankerplatz, gerade noch rechtzeitig vor dem absoluten Niedrigwasser.

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A hike around Warderick Wells Cay, part of Exuma Land & Sea Park

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The Exuma waters are so clear you can check the anchor from deck

Natuerlich gibt es immer wieder ein paar Dinge zu tun an unserer TRINITY. Speziell nach einem so heftigen Ritt gen Sueden. Doch zur Abwechslung arbeiten wir am Schiff mal wieder vor traumhafter Kulisse. Was wollen wir mehr?!

Seas the day!

K+R

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Our last post dates back to December 2015 when we were in Little Creek, Norfolk, Virginia. Since then, we’ve added another 1,500 nautical miles to our records. Always a very special experience. Out on the Atlantic we had gale force winds for several days in a row. No problem for TRINITY. She cuts through the waves like a hot knife through butter. She’s been constructed for that and we equipped her with everything else needed for those conditions. No matter how rough the sea and high the waves, she neither twists nor squeeks nor creaks. Head up high and sovereign she takes the roaring oceans. Perfect DNA of a very safe, sturdy and fast offshore yacht. Although, at 35 knots of wind and 13 knots speed we eventually reefed our genoa a bit.

We had quite an experience checking into The Bahamas this time. We decided for Morgans Bluff, Andros, the largest Bahamian island which is mainly unspoiled by tourism. After dropping the hook in the large bay we dinghied over to the small and narrow natural harbour. We managed to find someone calling customs at the airstrip and sat down at the deck of the then closed bar which seemed to be the usual procedure according to the Waterway Guide. After quite some time the Customs lady arrived and told us ‘You have to bring the boat in’. We weren’t sure if we got here right, did she really expect us to bring our 49ft boat in here? Why not just give her a ride over in our dinghy? ‘I’m not a dinghy person’. But where should we tie the boat? She pointed to an old, gnarly tree and some guys who could help us tie up.  After some hesitation and consideration we jumped into the dinghy, went back to TRINITY, got the hook up and sailed towards the ‘harbour’. Our heart went faster and the depth sounder made us shiver. Eventually we made it to a wall and tied up to the gnarly tree. The lady boarded our vessel, sat in the cockpit, turned her head back and forth, seemed to be satisfied and did the usual paperwork. Afterwards she left and we returned to the anchorage, just in time before lowlow tide.

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Downtime at terrific Pérez Art Museum Miami

Of course there are always things to work on on a boat. Especially after a south-bound ride like that. But, this time we’re working in a paradisiac setting again. What else could we wish for?

Seas the day!

K+R

 

This entry was posted in Atlantic Ocean, Bahamas, North America. Bookmark the permalink.

4 Responses to Holy Ship!

  1. Isi says:

    Hört sich wie immer unheimlich spannend an.
    Eure Lady hällt Euch auf Trapp. Mal sehen wie es weiter geht.
    Seit ganz herzlich umarmt von Carl, David, Viola und Christoph.

    Tausend Dabk auch für die Karte zu Garls Geburtstag.

  2. Andrea Lienhard says:

    Hallo ihr Beiden!
    Ich verfolge Euren Blog nun schon seit 2012 als wir alle zusammen mit der ARC über den Atlantik sind. Irgendwie bin ich der Meinung jetzt ist es aber mal genug mit dem Pech. Unglaublich was Ihr alles mitmachen “dürft”! Es ist aber schön zu lesen das Ihr trotzdem nicht aufgebt sondern an Euren Aufgaben immer noch wachsen könnt. Irgendwie seid Ihr leider der lebende Beweis das eine Weltumsegelung heißt, sich an den schönsten Plätzen um die Welt zu reparieren. Trotzdem würde ich nach wie vor gerne mit Euch tauschen. Seid froh das Ihr das alles jetzt und hier erleben dürft. Ihr seid in der glücklichen Lage jung und gesund genug zu sein, um alles meistern zu können! Natürlich gibt es mit Sicherheit genügend Momente in denen man sich sagt, warum das nun schon wieder…… Aber die würde es auch in einem “normalen” Leben geben, und dann nicht an den schönsten Flecken der Erde. Also durchhalten und genießen wenn immer möglich! Ich wünsche Euch auf alle Fälle für die Zukunft etwas mehr Good Luck und genügend Humor für die schlimmen Stunden.
    Viel Spaß, jetzt seid ihr dann definitiv “reif” für die Südsee……. Relax and enjoy!
    Andrea (ex. Crew La Medianoche) S.Y. Good Luck
    PS.: Apropos Dieselpest…. verwendet Ihr Additive? Hilft bei uns seit fast 15 Jahren.
    Und falls noch nicht geschehen checkt doch mal die O-Ringe vom Tankverschluß, durch den häufigen Gebrauch sind die meist verschlissen und dann kommt Wasser in den Tank…..

    • Hallo Andrea,
      danke für die aufmunternden Worte! Und wir freuen uns sehr, dass du unseren Blog und unsere Reise schon so lange verfolgst!
      Ja, wir verwenden seit Bootskauf Additive. Einer der Tanks wurde vor unserer Zeit lange nicht benutzt und wir haben ihn dann auch wenig eingesetzt. Mit Blick auf den Pazifik haben wir die Tanks letzten Herbst in Annapolis geöffnet, komplett manuell gereinigt und von dem roten Zeugs befreit, das sich unten auf den Tankböden gesammelt hat. Letzten Endes tun Additive ja genau das, die Algen binden. Außerdem haben wir mehrere Filter vor der Fuel Injection Pump. Deshalb ist es uns ein Rätsel, warum der Diesel trotz des ganzen Aufwands “sticky” war.
      Dennoch, wir sind ganz deiner Meinung: “Durchhalten und genießen, wann immer möglich”!
      Liebe Grüße
      K+R

  3. Ivonne Zimmermann-Fabricius says:

    Hallo Ihr Beiden !

    Nee, Boot verkaufen geht ja gar nicht ! Träume nehmen halt manchmal unerwartete Wendungen, dann wacht kurz auf, dreht Euch bitte wieder um und träumt weiter.

    Ich freu’ mich immer, wenn ich wieder einen neuen Blogeintrag lesen kann und einen Blick in Eure Träume werfen darf ! Haltet die Ohren steif und ich bin sehr gespannt auf Eure Berichte bis in und aus dem Pazifik.

    Apropos: 5 Grad, Regen und triste Spätwinterlandschaft – das ist doch ein guter Grund sich nochmal umzudrehen und weiterzuträumen …

    Liebe Grüsse sendet Euch Ivonne

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