A Taste Of Europe.

(English version below)

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Auf dem Weg nach Martinique: Pizza-Stopp bei “Elena’s” in Rodney Bay/St. Lucia +
Happy Hour mit Pastis in Le Marin/Martinique

Wir sind auf Martinique angekommen. Und da Martinique zu Frankreich gehoert, sind wir zurueck im Euroland. Oder auch Schlaraffenland, wie Kerstin immer sagt: denn hier gibt es wieder alles, was das Herz begehrt. Koestliche Weine, gutes, guenstiges Bier, Kaese, Brot und alle sonstigen Leckereien, die die franzoesische Kueche hergibt. Und das zu erschwinglichen Preisen. Denn der Karibik ist der US-Dollar eine Art Leitwaehrung. Und da der Euro schwaechelt, ist das Leben unter Palmen recht teuer geworden.

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Unter Segeln von St. Lucia nach Martinique + TRINITY vor Anker in Le Marin

Nicht so auf Martinique. Hier hat der Euro nach wie vor seine ganze Feuerkraft. Und deshalb verproviantieren wir uns hier für die naechsten Monate. Vor allem Milch, Wasser (von dem wir pro Tag ca. acht Liter verbrauchen), Bier und Wein sind in der uebrigen Karibik nahezu Luxusgueter – sie kosten hier deutlich weniger, als wir in der woanders dafuer zahlen muessen. Ein Liter Milch war z.B. auf manchen Inseln fuer bis zu fuenf US-Dollar zu haben – also aktuell fast fuenf Euro! Ausserdem koennen wir hier fuer’s Boot noch einige Ersatzteile besorgen, die wir auf Trinidad nicht bekommen konnten. Ein perfekter Stopp!

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Sehr praktisch – die Dinghy-Stege vor den Schiffsausruestern und Supermaerkten /
So convenient: the dinghy docks in front of chandleries and supermarkets

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Unser neuer Mitbewohner – da Stauraum immer knapp ist, erweitern wir ihn mit der Tonne in unserem ‘Keller’ / Our new crew member – since storage space is scarce, we enlarge it with this barrel, firmly tied in our ‘cellar’

Aber Einkaufen ist nicht alles. Martinique ist eine wunderschoene Insel – so haben die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts Martinique und Guadeloupe von den Briten im Austausch fuer deutlich mehr Landmasse (Dominica, Grenada, St. Vincent, Tobago sowie zusaetzlich Gebiete im Senegal und Nordamerika) erworben. Als wir vor zwei Jahren schon einmal hier waren, haben wir die Schoenheiten der Insel nahezu ignoriert – bis auf einen Ausflug zum Karneval in Fort-de-France. Nicht so dieses Mal. Wir haben uns ein Auto gemietet und neben den ueblichen Stopps an grossen Baumaerkten eine Tour ueber die Insel gemacht. Vor allem der Canal du Beauregard (oder auch Sklavenkanal) und die Bergwelt hatten uns gelockt.

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Wanderung entlang des Canal du Beauregard mit Belohnungs-Café au Lait im Garten Eden oder “Maison Rousse” / Hiking along the Canal du Beauregard with a treat in between (Café au Lait at beautiful ‘Maison Rousse’)

Der Canal du Beauregard, der frueher der Bewaesserung der Zuckerrohrplantagen diente und sehr an die Levadas auf Madeira erinnert, bietet die perfekte Kulisse fuer eine Wanderung mit spektakulaeren Ausblicken, viele hundert Meter hinab ins Tal und auf das karibische Meer, umgeben von schoenster Natur.

Danach fuhren wir die Berge rauf und runter (z.T. im ersten Gang, weil der knuffige Mietwagen schwaechelte) nach Trinité und Robert, zwei Orten, die kurioserweise nebeneinander liegen und die wir einfach sehen mussten. Ein koestliches franzoesisch-creolisches Dinner im “Pura Vida” in Sainte Luce rundete den Ausflugstag ab. Ein kleiner Wermutstropfen war ein Streik just an diesem Tag – so etwas kennen wir von Zuhause, haben wir in der Karibik aber noch nicht erlebt. Und es bedeutete, dass an keiner Tankstelle noch Benzin zu bekommen war. Zum Glueck waren noch zwei Ersatzkanister an Bord, so konnten wir den Mietwagen damit wieder volltanken.

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Sieht aus wie ‘ne Nacht- und Nebelaktion? War’s auch: Ein Selfie mit Warnblinklicht im Scheinwerferkegel auf dem Standstreifen einer Schnellstraße /
Selfie in the headlights on the hard shoulder of a highway

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Wiedersehen mit Durita und Stamen von SV GAIA aus Norwegen, die wir in Chaguaramas/Trinidad kennengelernt haben. Da sie derzeit den Staub schlucken muessen, haben wir sie auf TRINITY entfuehrt und mit ihnen ein paar schoene Abende verbracht. /
Reunion with Durita and Stamen of SV GAIA from Norway which we met before in Chaguaramas/Trinidad. Since they’re worhing hard on the hard, we kidnapped them and spent a couple of great nights with them on TRINITY.

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Martinique – Le Freak – C’est Chic

Nachdem das Boot nun deutlich an Gewicht zugelegt hat und wir fuer die naechsten Monate versorgt sind, geht es in Kuerze weiter in Richtung Bahamas – vielleicht mit einem Stopp auf den Spanish Virgin Islands.

Santé!
K+R
_________________________

We’ve arrived in Martinique – and since Martinique is part of France, we’re back in Europe for the moment. To Kerstin, it’s the land of milk and honey – or wine, bread and cheese. Name a delicacy and you get it here at reasonable prices. That’s quite a thing because in most places in the Caribbean, the currency follows the US-Dollar and with the weak Euro, life has become expensive for us.

Not here. The Euro is still at its full strength. That’s why we are provisioning for the next months. Compared to Martinique’s prices, especially milk, water (we’re consuming about eight litres a day!), beer and wine are almost luxury goods in the rest of the Carib. E.g., in some islands we paid up to five US Dollars for a litre of milk – that would be five Euros at the moment! Also, we’re able to get much needed spare parts for the boat here, stuff that we couldn’t get hold of in Trinidad. So Martinique makes a perfect stop for us!

But of course shopping isn’t everything. Martinique is a very beautiful island. Imagine, in order to purchase Martinique and Guadeloupe from the Brits in the 18th century, the French had to part with double the number of islands (Dominica, Grenada, St, Vincent and Tobago) as well as possessions in Senegal and North America. When we visited Martinique back in 2013, we didn’t take a closer look on the beauty of the island, except for an excursion to Fort-de-France for carnival. This time, it was different: we hired a car and explored the island, including the usual stops at large hardware stores. Especially the Canal du Beauregard and the hilly countryside were luring us away from the boat.

The Canal du Beauregard was built by slaves and made for feeding the sugar cane fields. It reminds of Madeira’s Levadas and makes a perfect background for a scenic hike, with spectacular views of valleys far down below and the Caribbean ocean in a distance.

Afterwards, we climbed the mountains by car, often in first gear because the cuddly small rental car wouldn’t have made the steep roads otherwise. Our destinations were two villages by the names of Trinité and Robert – they’re next to each other and we just had to see them with our own eyes. A French Creole dinner at ‘Pura Vida’ in Sainte Luce made for a perfect finish of that day off. The only weird thing was a strike on that day – yes, that’s Europe as well! The fuel stations were running out of gasoline but luckily we had two jerrycans full of gasoline on board and were able to top up the tank of the car.

After TRINITY has gained a lot of weight now and we got all the things we will need within the next months, we’re ready to go Bahamas. Maybe with a short stop in the Spanish Virgin Islands – we’ll see!

Cheers or ‘Santé!’
K+R

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3 Responses to A Taste Of Europe.

  1. Tina says:

    Frohe Ostern, Ihr Lieben!🙂

    Hab Euren Bericht und die wieder so schönen Bilder gerade bei einem “Coffee-Shooter” genossen – wir haben hier knallblauen Himmel und schönsten Sonnenschein, also bestes Osterwetter! Allerdings ist es mit gerade mal 10 Grad definitiv um einiges kälter als bei Euch😉

    Lasst es Euch gutgehen – ich wünsch Euch für den anstehenden Trip Richtung Bahamas beste Segelbedingungen! ENJOY!

    Hugs ‘n Kisses! :-*
    Tina & Co.

  2. Dagmar Klein says:

    Danke für euer Mitgefühl. Es tut gut! Und euer Bericht – A Taste of Europe – ist ja Wahnsinn und die Bilder dazu! Toll, toll, toll! Diese Farben, diese Fülle an Natur pur, es ist schon am PC einfach wunderschön!Weiterhin viel Freude und gute Fahrt, trotz des dicken Bauchs der Trinity!
    Besos, besos, besos – Dagmar + Klaus

  3. Tobi says:

    Ihr Süßen!
    Was für ein herrlicher report mal wieder. Einzig das Pizza-Foto wundert mich, ROBERT!!! Ich dachte, man kann sich dort besser, frischer und gesünder ernähren – oder muss es manchmal eben einfach sein? Viel Spaß auf den Bahamas und besucht mal Anja Allen – die lebt doch dort!
    Kuss, Tobi

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