Sommerlandleben in Deltaville, VA

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Welcome to Deltaville!

Deltaville, VA? Nie gehoert! Bis wir auf der Rueckseite des Bahamas Toernfuehrers eine Anzeige der Deltaville Boatyard lasen – und uns schliesslich von Norfolk aus auf den Weg machten. Werbung wirkt – das haben wir doch immer gesagt!

Deltaville liegt an der Chesapeake Bay, etwa 50 Seemeilen noerdlich von Norfolk und 100 Seemeilen suedlich von Annapolis. Urspruenglich waren wir nur neugierig, ob der in der Anzeige angepriesene neue 75-Tonnen-Kran auch fuer TRINITY passen koennte (die mit ihrem Geraetetraeger nicht in uebliche Kran-Groessen passt) und die Boatyard demnach der geeignete Ort waere, um den Unterwasseranstrich zu erneuern. Davon haben wir uns ueberzeugt und werden im September mit Farbe und Blaumann bewaffnet wiederkommen.

Zur Boatyard gehoert eine Marina, die wir nach einer abenteuerlichen Fahrt durch den sehr engen und staendig versandenden Kanal ansteuerten. Abenteuerlich vor allem deshalb, weil der Hafenmeister uns davor warnte, zu nahe die Tonne “9” zu passieren – wir hielten Abstand und liefen prompt auf Grund (bei nochmaliger Einfahrt nach einem kleinen Toern auf der Bay fuhren wir naeher ran und liefen ebenfalls auf Grund – die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte). Der Boden in der Chesapeake Bay besteht zum Glueck aus weichem Schlamm, so dass beherztes Rueckwaerts-Gas-Geben TRINITY wieder in Fahrt brachte.

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Ueppige Natur und wunderschoene Wassergrundstuecke

Marina und Boatyard liegen traumhaft schoen am Jackson Creek, inmitten grosser, alter Laub- und Nadelbaeume. Schon lange sind wir nicht mehr so begeistert durch ausgedehnte Waelder spaziert und an Wiesen entlanggelaufen, die voller Butter- und Pusteblumen stehen. Nach Monaten in der Karibik, wo allenfalls Palmen und Mangrovenbaeume ein wenig Gruen und Schatten spendeten, ist die pralle Juni-Natur hier in Virginia ein echter Augen- und Nasenschmaus. Wir hatten schon fast vergessen, wie gut der Sommer riecht! Und fuehlen uns hier sehr an unsere Heimat erinnert, zumal die vielen kleinen Creeks ein Wannsee-Feeling aufkommen lassen. Versteht uns nicht falsch: die Karibik war ein Traum, aber wir lieben eben auch den Sommer in noerdlicheren Gefilden!

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Idyllisch gelegen: Werftgelaende und Liegeplatz in der Marina

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TRINITY und das Marinagelaende (mit Pool!) aus 21 Metern Hoehe

Die Gegend ist sehr laendlich, die Menschen sehr freundlich, die Restaurants guenstig (yeah!) und ueberall gibt es koestliche Crab Cakes, Austern und natuerlich Burgers. Zudem hat Deltaville den bestsortierten Schiffszubehoerhaendler, den wir bis jetzt gesehen haben. Und die Deltaville Marina bietet neben Pool und Leihfahrraedern den Luxus eines Toyota Landcruisers, den die Marina-Gaeste kostenlos ausleihen koennen. Perfekt fuer die ueblichen Grosseinkaeufe, die Yachties ab und zu taetigen muessen, um wieder autark zu sein.

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Robert vor “The Galley”, beruehmt-beruechtigt fuer seine greasy Cheeseburgers – zu Recht, Beweis siehe rechts!

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Einkaufsparadies West Marine – bestsortierter Schiffsausruester ever

Nur ein Beweis fuer die Freundlichkeit der Menschen hier: Als Kerstin auf einer Tour mit einem der (etwas betagten) Leih-Bikes die Kette absprang, sich boese verhakte und sie zur Abwechslung mal kein Werkzeug dabei hatte, hielt sofort ein Wagen. Der Fahrer sprang heraus, oeffnete die Kofferraumtuere, hinter der sich eine ganze Werkbank verbarg, und eilte ihr mit allem noetigen Werkzeug zu Hilfe.

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Besagtes Leih-Bike

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“Andrea” is coming – wir machen’s uns unter Deck gemuetlich

In dieser idyllischen Umgebung konnte uns auch “Andrea”, der erste ‘Named tropical storm”, dem wir je begegnet sind, nichts anhaben. Und da die Marina zudem das Angebot bietet, fuenf Tage zu bezahlen und dann fuer zwei weitere Tage kostenlos zu liegen, haben wir beschlossen, einfach ein paar weitere Tage hier zu bleiben und einige To Dos am Schiff zu erledigen. Und mal ausgiebig das Sommerlandleben in Virginia zu geniessen. Bevor wir dann die Chesapeake Bay weiter gen Norden ersegeln, nach Annapolis. K+R

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