Tag am Meer

Es sind der 4. Tag und die 4. Nacht auf dem Meer. Unser Weg von Nassau die amerikanische Ostkueste hoch nach Norfolk, USA. Die letzten Tage liefen sehr gut. Golfstrom mit bis zu 4 Knoten und haeufig viel Wind, so dass wir ueber lange Zeit bis zu 12,5 Knoten Fahrt ueber Grund hatten. Tagsueber Schaefchenwolken am Himmel und nachts wird es zunehmend kuehler. 6 Monate Karibik haben uns schon sehr verwoehnt. Am Samstag morgen werden wir in Norfolk einlaufen. Einen Tag frueher als gedacht.

Sunset_Gulfstream
Sonnenuntergang ueber dem (unsichtbaren) Golfstrom

Heute kreiste bereits ein Hubschrauber von der US Coast Guard ueber uns. Er drehte mehrere Runden und beobachtete uns – zum Teil sehr nah und auf der Stelle stehend. Ich habe mich schon gefragt, ob sie vielleicht auf unserem Vordeck landen wollen. Ich schaetze, dass es nun ein paar tolle Luftaufnahmen von TRINITY und den beiden anderen Booten in den amerikanischen Staatsschutz-Archiven gibt. Ausserdem ist gerade ein amerikanischer Zerstoerer direkt an uns vorbei gefahren. Der kam aus Norfolk, wo es eine grosse Navi-Basis gibt. Da wird es von amerikanischen Flaggen und den damit verbundenen Paraden wohl nur so wimmeln. Fuer uns heisst das, dass abends puenktlich zum Sonnenuntergang der Adenauer eingeholt werden muss. Alles andere ist respektlos dem Land und den Menschen gegenueber. Die Seemannschaft schreibt es zwar sowieso vor. Wir sind da bislang etwas laessiger mit derartigen Formvorschriften. Das wird sich hier nun wohl aendern.

Die letzten Tage auf dem Meer waren wirklich aussergewoehnlich schoen. Tolles Segeln. Viel Speed. Und dabei alles sehr entspannt. Wir werden immer wieder gefragt, wie es denn so ist allein da draussen auf dem weiten Meer. Dazu moechte ich Fanta4 zitieren:

Du spuerst die Lebensenergie, die durch dich durchfliesst,
das Leben wie noch nie in Harmonie und geniesst.
Es gibt nichts zu verbessern,
nichts was noch besser waer,
als mit dir im Jetzt und Hier
und dem Tag am Meer.

Es ist wirklich ein aussergewoehnliches Gefuehl hier draussen. Fern ab von Land, allen Menschen und jeglicher Zivilisation. Du bist 100-prozentig bei dir. Bei deiner puren Energie. Es lenkt dich nichts ab. Alles ist ganz unmittelbar und natuerlich. Das unendliche Meer um dich herum. Ein Himmel, der ueber den Tag hinweg in den unterschiedlichsten Farben leuchtet. Selbst die naechtlichen Sternenhimmel schillern hier draussen deutlich imposanter. Der Klang des Windes und das Rauschen der Wellen runden dieses wahrhaftige Erlebnis harmonisch ab. Und da wir es beide lieben, gibt es auch wirklich nichts, was wir derzeit lieber taeten, als mit dir und mir im Jetzt und Hier und dem Tag am Meer. R+K

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3 Responses to Tag am Meer

  1. Beate Föll says:

    Wieder so eine schöne emotionale Schilderung von euch, euren Gedanken und Gefühlen!
    Ich bin in Gedanken bei euch und freue mich jeden aufs Neue über euer wunderbares Unterfangen! Ob ihr wohl schon in Norfolk angekommen seid?
    Ganz liebe Grüsse aus dem grünen und z.Z. oft aus sonnigen Berlin. M.

  2. Beate Föll says:

    Leider sind mir einige Schreibfehler passiert-aber ich denke, ihr kombiniert das fehlende hinzu oder weg-sorry! I hope, you don´t mind!

  3. Sabrina says:

    Wie absolut treffend die Fanta4 zu zitieren. Ich liebe eure Beiträge!

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