Geschwindigkeit ist keine Hexerei

Dienstag Morgen haben wir bereits West End Point auf Grand Bahama erreicht. Auf Hoehe von West Palm Beach (Gruss und Kuss an Sue & Cengiz) biegen wir in die Straight of Florida ein. Kurs Nord-West 340 Grad. Gegen Mittag erreichen wir endlich den Golfstrom. Und dann geht es ab! Das Spannende am Golfstrom ist, dass er dir 2-3 Knoten Speed Over Ground zu deiner Segel-Geschwindigkeit hinzu addiert (SOG ist die tatsaechliche Geschwindigkeit und damit zurueckgelegte Strecke zu deinem Ziel). Wir preschen mit bis zu 11,5 Knoten SOG durch das Wasser. Das ist wie ein Rausch. 2 Knoten Strom von Sued nach Nord. Aggressive, brechende Wellen von Ost nach West. Starker Wind von Nord-Ost nach Sued-West. Und mitten drin wir mit unserer TRINITY, Kurs 000 Grad, und seit Stunden 9,5 bis 12,4 Knoten SOG. Genau fuer derartige Bedingungen wurde dieses Schiff von Van de Stadt designt. Trotz der holprigen See, viel ueberkommenden Wassers und der zeitweise boeenbedingten starken Kraengung fuehlen wir uns jederzeit wohl und sicher.

Karibik und USA bis 2. Juni 088
Rasender Ritt auf dem Golfstrom – der Unterschied zwischen SOG (Fahrt ueber Grund) und Speed (Fahrt durchs Wasser) zeigt die Staerke des Stroms

Es macht mal wieder richtig Spass, flott und kraftvoll durch das dunkelblaue Wasser zu pfluegen. Einen derartigen Ritt hatten wir zuletzt bei unserer Atlantik-Ueberquerung. Und selbst der war nicht so extrem schnell. Bei dieser Geschwindigkeit sind Etmale ueber 250 Meilen drin. Das sind knapp 500 Kilometer in 24 Stunden! Und das nur mit Wind und Strom. Eine perfekte und darueber hinaus rasante Oeko-Bilanz.

Gerade passieren wir Cape Canaveral und demnaechst werden wir an Daytona vorbeisegeln. Wir hangeln uns dann weiter entlang der Ostkueste der USA und des Golfstroms hoch bis zur Chesepeake Bay, wo wir in Norfolk einchecken und dann noch ca. 150 Meilen weiter bis zum Segler-Mekka Annapolis cruisen werden. Die Chesapeake Bay soll wunderschoen und vielseitig sein. Wir werden dort ein paar Wochen verbringen. Unter anderem, um unser Unterwasserschiff in einer Werft mit neuem Antifouling zu streichen. Da wartet einiges an Arbeit auf uns. Doch bis dahin geniessen wir nun erstmal diesen atemberaubenden Trip durch den aufgewuehlten Atlantik. R+K

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One Response to Geschwindigkeit ist keine Hexerei

  1. Andreas Hubert says:

    Love and peace sind hoffentliche keine Reizworte für Sicherheitsfanatiker.
    Toll, liebe Kerstin, lieber Robert, was Ihr wieder erlebt. Allzeit viel Wasser unterm Kiel, liebe Grüße, Andreas

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