Blood, Sweat and Tears.

(English version below)

Was bist du bereit, für deinen Traum zu tun? Wie weit gehst du? Was opferst du? Welches Risiko gehst du ein? Und worauf kannst und willst du verzichten? Das sind Fragen, die wir uns in den letzten Monaten oft gestellt haben. Und es gibt nur eine Antwort. Zumindest, wenn du es wirklich ernst meinst. Du musst alles geben, ohne Wenn und Aber! Augen auf und durch.

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Nach unserem letzten Bericht “Ship Happens” dachten wir noch, dass wir bald fertig sind mit den Arbeiten an TRINITY. Doch es kam alles ganz anders! Nach und nach brach ein System nach dem anderen zusammen. Und wir mussten unser Arbeitstempo nochmals steigern, um nicht in Annapolis zu ueberwintern. Pausen oder Wochenenden gab es weiterhin nahezu nicht. Und mit der Selbstmotivation wurde es auch immer schwerer. Wir haben beide noch nie so hart gearbeitet – zumindest nicht koerperlich! 24/7 über viele Monate. Oftmals ein Schritt vor, zwei zurueck. Frust! Ein komplettes Refit-Programm für unsere in die Tage gekommene Lady. Und eine große Herausforderung für uns zwei!

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One of very few breaks spent in Berlin, MD

Wir waren auch fuer eine Woche auf der Werft und haben das Unterwasserschiff ueberarbeitet. Dort haben wir auch unseren neu justierten Propeller, der rechtzeitig aus Deutschland zurueckkam, installiert. Als wir – hoch motiviert, denn bald wollten wir fertig sein – zurueck im Wasser waren und unseren Propeller testen wollten, schlug nach wenigen Minuten draussen in der Bay unser Bilge-Alarm an. Irgendwo hatten wir Wassereinbruch. Gleichzeitig stieg im Inneren des Schiffes Rauch auf. Nach wenigen Minuten konnte man kaum noch seine Hand vor Augen sehen. Es brannte in den Augen und die kaum noch vorhandene Atemluft war zum Schneiden. Jetzt bloss nicht in Ohnmacht fallen! Feuer? Wassereinbruch? Sinken wir bereits? Volle Konzentration! Jetzt keinen Fehler machen! Wir stoppten den Motor und riefen Hilfe herbei. Unser Freund Whit informierte Harbourmaster Ray und der kam mit seinem Powerboat raus, um uns wieder in den Hafen zu schleppen. Thanxx nochmals euch beiden! Ihr wart grossartig!

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Ray, our rescue mission hero!

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Before the mission: Splash with new antifouling

Im Hafen konnten wir dann den Schaden aus der Naehe betrachten. Der sogenannte Muffler hatte sich durch Ueberhitzung aufgeloest. Und dadurch ist Wasser eingedrungen und die Auspuffgase haben sich im Inneren des Schiffes ausgebreitet. Voraussichtlich war es ein Airlock. Mittlerweile haben wir alles erneuert, einen zusaetzlichen Alarm integriert, damit uns so etwas nie wieder passiert, und dann auch gleich – wenn wir schonmal dabei sind – den kompletten Motor ueberarbeitet: neue Schlaeuche, neue Kabel, alle Filter getauscht, neue Starterbatterien, neue Injektoren installiert, Ventile justiert und das ein oder andere Leck beseitigt. Darueber hinaus die komplette Motorraumisolierung erneuert und nun auch endlich Licht montiert im Motorraum. Ebenfalls ein aeusserst aufwendiges Projekt. Wir waren happy: das Baby schnurrte besser denn je und der ueberarbeitete Propeller hat unsere Fahrgeschwindigkeit fast verdoppelt. Es hat sich also alles gelohnt – so dachten wir zumindest bis zum 17. Dezember, siehe unten.

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Our newly insulated engine room

Als wir dann wieder fast fertig waren, quittierte erst unsere Heizung den Dienst und gleichzeitig brach unser erst 4 Jahre alter Kuehlschrank zusammen. Ein Neuer musste her. Und da er dann auch gleich groesser sein sollte mit einem deutlich groesseren Eisfach, mussten wir den Schrank, in den er eingesetzt wurde, ueberarbeiten und gleichzeitig den Boden absenken. Neue Zuluftkanaele konstruieren und Abluftventilatoren installieren. Nichts geht einfach mal eben so. Die Heizung haben wir auch wieder in Gang gebracht. Wir haben sie mit Kerosin durchgepustet. Und eine neue Dieselpumpe eingebaut. Done! Unglaublich, mit was man sich so alles rumschlaegt, wenn man auf einem Schiff lebt.

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Our new Lounge with a lot of storage space

Aber die viele Arbeit hat sich gelohnt! Wir haben im unteren Salon eine neue Loungeecke eingebaut, 4 neue Solarpaneele installiert und damit unsere Energiebilanz optimiert. Das gesamte Cockpit, unser Lebensraum in den waermeren Gefilden, renoviert. Ausstattung am Rigg verbessert. Ein komplett neues Staukonzept entwickelt, das uns sehr viel mehr Raum auf dem Schiff gibt. Etc. etc. Das Schiff ist nun voll auf unsere Beduerfnisse ausgestattet. Und gemuetlicher und schoener denn je!

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New solar panels with telescopic arms which we can adjust to the sun

Der Abschied von Annapolis fiel uns sehr, sehr schwer. Und hier schliesst sich nun der Kreis zu der obigen Headline …Tears! Wir haben dort grossartige Freunde gefunden, von denen wir uns nun fuer laengere Zeit verabschieden mussten. Allen voran Alice und Marshall! Bei bzw. mit ihnen durften wir sogar 2 Monate wohnen, als TRINITY absolut unbewohnbar war. Wir haben mit ihnen und ihrer Familie Thanksgiving gefeiert. Und in Marshall’s Firma konnten wir rund um die Uhr seine bestens ausgestattete Werkstatt nutzen. Er und sein grossartiges Team standen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Tausend Dank nochmals! Wir vermissen euch bereits sehr!

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Larners (Alice + Marshall) + TRINITYs at night on the beach in Ocean City

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Our very first Thanksgiving turkey!

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Layla on a goldfish mission.

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Farewell at the Larner ranch, with Cyndi and Christmas tree

Dann war da Whit, der uns bestens mit seinem umfangreichen mobilen Maschinenpark ausgestattet hat. Mit ihm und seiner wunderbaren Frau Joanne haben wir immer wieder aufheiternde und inspirierende Gespraeche geführt. Und Linda! Sie hat uns ueber mehrer Monate ihren Zweitwagen, einen coolen 80er Chevy Blazer zur Verfügung gestellt. Und, und, und… Euch allen verdanken wir, dass wir dort nicht voellig durchgedreht sind vor dem gigantischen Berg an Arbeit. DANKE!!! Freundschaft ist das wichtigste Gut auf unseren Reisen. Das hat sich in Annapolis wieder deutlich gezeigt. Und dann auch “leider” gleich wieder in Norfolk.

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Whit, our inspirer + encourager

Nun eine weitere haarstraeubende Story, noch mehr Blood + Sweat:

Am Mittwoch, den 16. Dezember, legten wir bei wunderschoenem Wetter und richtig warmen Temperaturen in Annapolis ab. Wir wollten Motor und Propeller testen und tuckerten die Bay hinunter, 150 Seemeilen bis nach Little Creek bei Norfolk vor dem Bug. Beide arbeiteten perfekt, wir waren sogar viel zu schnell und waeren bei Dunkelheit in Norfolk angekommen, deshalb drosselten wir die Fahrt immer weiter. Alles toll, eine wunderschoene, sternenklare Nacht. Um 2 Uhr morgens stoppte ploetzlich der Motor, ohne jede Vorwarnung. Keine Aenderung in der Drehzahl oder Aehnliches. Wir machten uns sofort auf die Suche nach dem Problem. Wir konsultierten Mechaniker Lonnie per Telefon. 6 lange Stunden versuchten wir alles, ohne Erfolg. Wir konnten das Problem auf die Fuel Injection Pump eingrenzen, aber es nicht loesen. Wir hatten natuerlich sofort Segel gesetzt, um TRINITY auf Kurs zu halten, aber es war kaum Wind und bedingt durch die Stroemung trieben wir sogar wieder nach Norden zurueck.

Unsere einzige Chance: nach Norfolk segeln und dort irgendwie versuchen, in den Hafen zu kommen. Dann zog der Wind an und wir konnten in die richtige Richtung segeln. Dann aber hoerte der Wind auf und wir trieben umher, ohne Fahrt laesst sich die Lady nicht steuern. Stundenlang warteten wir. Als der Wind endlich wieder anzog, ging bereits die Sonne unter und wir beschlossen, so weit wie moeglich Richtung Hafen zu gelangen und dann davor zu ankern, um bei Tageslicht hineinzusegeln. Der Wetterbericht fuer die Nacht und den naechsten Tag sah gut aus und wir waren zuversichtlich, den Anker auch ohne Motorunterstuetzung hochzubekommen. Etwas, dass wir noch nie zuvor versucht haben. Wir ankerten und legten uns schlafen, Robert hatte schon seit 36 Stunden nicht geschlafen!

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Afterwards: Lonnie and Robert discussing the problem

Am naechsten Morgen wurden wir dann durch heftige Schiffsbewegungen und heulenden Wind geweckt. Es blies mit 25 – 30 Knoten (7 Windstaerken) und eine kurze, steile See hatte sich aufgebaut. Mittlerweile hatte sich die wild in den Wellen stampfende TRINITY bereits von ihrer Ankersicherung verabschiedet. Rausgerissen. Auch der Winschblocker, rausgerissen. Ankerkralle hielt auch nicht mehr. Ein unheimliches Gefuehl! Wir versuchten, den Anker aufzunehmen, aber die Winsch war ohne Motorunterstuetzung und angesichts der Naturgewalten sowie 21 Tonnen Bootsgewicht machtlos. Das Hydraulikoel quoll heraus, die Winsch aechzte. Die Kette kam ein Stueck herauf, um dann wieder ein deutlich groesseres Stueck herauszurauschen. Keine Chance. Wir riefen ein Abschleppunternehmen an, die die Kosten der Rettungsaktion auf US$ 1.500 schaetzten. Wir sahen leider keine andere Moeglichkeit mehr. Freunde hatten uns getextet, dass fuer die Nacht und den naechsten Tag sogar 30 – 35 Knoten Wind erwartet wurden. Sturmstaerke! Wir waren inzwischen sogar bereit, die Ankerkette loszuschneiden und Anker und Kette aufzugeben. Nach 45 Minuten rief der Kapitaen des Abschleppbootes an und sagte, sie wuerden sich jetzt auf den Weg machen. Nach weiteren 30 Minuten rief er ueber Funk und sagte, dass die Bedingungen draussen zu heftig seien und sie uns leider heute nicht helfen koennten. Wow, damit hatten wir nicht gerechnet! Wir schauten uns an, mussten erst einmal hysterisch lachen und entschieden uns fuer “Legt euch gehackt!”.

Somit stand uns nun bevor, trotz des heftigen Windes in den Hafen zu segeln. Vor Anker liegen bleiben war keine Option. Zunaechst schmissen wir unseren portablen Generator an, um die leeren Batterien wieder aufzuladen. Als sich der Wind am Nachmittag auf 20 Knoten beruhigt hatte, gaben wir uns noch einen Versuch, den Anker aufzuholen. Mit dem Mut der Verzweiflung setzten wir ein Stueck  Großsegel, um irgendwie Fahrt ins Schiff zu kriegen und die tapfere Ankerwinsch zu unterstuetzen. Und siehe da, es klappte! Wir bekamen den Anker hoch und konnten ihn somit retten!!! Dann setzten wir unser kleines Vorsegel und segelten gen Hafen. Wir bereiteten uns mental auf das Anlegemanoever unter Segel vor, das wir mit einem großen Boot noch nie gemacht hatten. Wir segelten in die Hafeneinfahrt und auf die Marina zu – und dann war ploetzlich der Wind weg. Wir konnten TRINITY nicht mehr steuern und trieben wieder zurueck, in ein militaerisches Sperrgebiet hinein. Uns umkreiste schon ein Militaerboot mit Maschinengewehr auf dem Bug. Und hier kamen unsere Freunde Bob und Michelle ins Spiel, die auf ihrem Segelboot wohnen und bereits auf unsere Ankunft gewartet haben. Als sie unsere bedrohliche Situation sahen, warfen sie kurz entschlossen die Leinen ihres Bootes los und kamen mit voller Weihnachtsbeleuchtung inklusive Rentier auf uns zu. Sie warfen eine Leine ueber und zogen uns weg aus dem Sperrgebiet und auf den Liegeplatz zu. Wir schafften es, mit letzter Fahrt im Schiff hineinzusteuern und TRINITY’s 21 Tonnen mit Leinen zu bremsen. Geschafft!!!! Yeah!!! In dieser Nacht schliefen wir so gut wie lange nicht mehr!

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Rescued by Rudolph!

Nun haben wir wieder unseren Mechaniker Lonnie an Bord und hoffen, das Problem schnell in den Griff zu kriegen. Lieber Weihnachtsmann, und dann wuenschen wir uns noch ein Wetterfenster für die Umrundung von Cape Hatteras, dem Wetter-Nadeloehr fuer den Trip in den Sueden. Momentan ist also alles offen. TRINITY lehrt uns immer wieder, dass Plaene machen wenig bringt. Und nun ist erstmal wieder Arbeit angesagt. Was auch sonst?

Euch allen wuenschen wir wunderschoene Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Seas the Day
R+K

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What would you be willing to do for your dream? How far would you go? What would you sacrifice for it? Which risk would you take? What would you be willing to surrender? We’ve repeatedly asked ourselves those questions during the last months. And there is only one answer. At least if you are serious about your dream. You have to give all, without exception! Just open up your eyes and go for it.

After the last post ‘Ship Happens’ we thought we soon would be finished with all the work. But it happened to be other way. One after the other our systems broke down. We had to increase our high work speed even more in order to not stay in Annapolis for the winter. There weren’t any breaks or weekends. The hardest part was to motivate ourselves each and every day anew. Both of us had never worked that hard and much, at least not physically. 24/7 for almost five months. One step forward and two steps back. A lot of frustration. A whole refit program for TRINITY. And a huge challenge for the two of us.

We’ve been on the hard for a week in between to do the bottom work. There we installed our newly adjusted propeller which had been sent back from Germany right on time. After we launched, we wanted to test the prop and therefore sailed out in the Bay, exhausted but highly motivated. After only a few minutes the bilge alarm went off. We were pulling water somewhere. At the same time the cabin was filling with smoke. Smoke everywhere, burning in the eyes and making it hard to breathe. What was up – fire, flood? Were we sitting deeper in the water already? No time for faults. We stopped the engine and called our friend Whit in the marina. He got harbourmaster Ray to jump on his powerboat and the two of them came out to rescue us. So many thanxx again – that’s been a great and very smooth rescue mission!

Back in the marina we tracked down the problem. The muffler had almost melted due to overheating. That’s were the water came in and the exhaust smoke poured out into the cabin. The most probable cause would be an airlock in the water cooling system. In the meantime we exchanged many parts and installed an exhaust alarm to prevent anything like that from happening again. Furthermore, we overhauled the whole engine: new hoses, new cables, new filters, new impeller, new starter batteries, new fuel injectors. We adjusted the valves and got rid of some leaks. We renewed the whole engine room insulation and eventually installed light down there. Another huge project. At first, we were happy. The engine purred smoother than ever and the adjusted prop almost doubled our speed. Tick the box – that’s at least what we thought until Dec 17th, see the story below.

But when we were done with that, our heater broke down repeatedly and additionally, the only 4-years-old fridge broke down as well. We needed a new one. We wanted a larger model with a bigger freezer compartment and therefore needed to alter the cabinet in which the fridge was supposed to sit. We needed to install a new ventilation system and new fans. Nothing is done easily on a boat. We managed to get the heater running again by cleaning it with kerosene and replacing the tiny diesel pump. Done! It’s almost unbelievable what you have to deal with when living on a boat.

But, it was worth the sweat! We created a new lounge corner in our lower salon, installed four new solar panels and thereby optimized our energy balance. We refurbished the cockpit, our living room in warmer climates. We improved the rigg and invented a new storage concept for the master cabin which allows for much more space in the main cabin areas. And so forth. TRINITY is now fully adjusted to our needs and more cozy and beautiful than ever!

Saying goodbye to Annapolis has been very hard for us. That draws the circle to the above headline… ‘tears’! We found great friends and had to say goodbye to them for a long time. Furthermost Alice and Marshall who invited us into their family and even into their home where we were staying for two months when living on TRINITY was impossible. We experienced our very first Thanksgiving with them and their greater family. We were able to use Marshall’s immaculately equipped workshop. He and his great team were supporting us with lots of advice and action. So many thanxxx again! We’re missing you so much already!

And then there was Whit who supported us with his comprehensive tool collection and fresh Lattes. We had great talks about boats and life and he and his wife Joanne cheered us up and encouraged us a lot. And Linda, who borrowed us her cool 80s Chevy Blazer over months. And so many others. Thanks to you that we didn’t go mad in sight of that incredibly high pile of work. THANXXX! Friendship is the most valuable good on our journey. That became very obvious again in Annapolis. And in Norfolk, as you will read now.

Another hair-raising story, even more Blood + Sweat:

We cast off from Annapolis Wednesday, Dec 16th. It was a sunny and warm day, just perfect for the 150 nautical miles cruise to Little Creek, Norfolk, VA. We wanted to test-drive engine and propeller. They were working perfectly, we even were too fast, having to reduce speed in order not to arrive too early before sunrise. The night was clear and star-lit. Suddenly the engine stopped, without any warning like RPM changes or else.

Immediately we started to track down the problem. We woke mechanic Lonnie from sleep and tried to solve it together. In vain. We couldn’t manage to get the engine up and running again although trying hard for 6 hours, only pinpointed it down to the Fuel Injection Pump. We had set our genoa to keep TRINITY on course but since there wasn’t any wind we even were drifting back up north. Our only chance was to reach Norfolk and try to make it into the marina. Then the wind picked up and we were able to make way towards our target. Then the wind died down again and we were drifting since without any speed through the water you’re not able to steer a boat. We waited for hours for the wind to pick up again. Eventually that happened at sunset. We decided to sail as far towards Little Creek as possible, drop anchor in vicinity and sail in at daylight. The weather forecast we had onboard looked decent and we were confident to get the anchor up again without any engine support. Something we’ve never done before. We dropped anchor and went to sleep, Robert haven’t had any for 36 hours!

The next morning we were woken up by TRINITY rolling heavily in high waves and howling winds. It was blowing with 25 – 30 knots and the sea was rough. In the meantime TRINITY had said goodbye to her anchor support which had been torn off by the force of the boat’s movements. Also the winch blocker had been torn off. The anchor claw wouldn’t grab anymore. Not a pleasant feeling at all! We tried to get the anchor up with the windlass but without engine support and facing the forces of nature combined with TRINITY’s 46.000 pounds it was pointless. The hydraulic oil spilled out of the winch which itself kept moaning. We were able to get some yards of chain up – only to see it been pulled back into the water for even more yards. Absoultely no chance. We tied the chain up with an additional knot and called SeaTow. Since we don’t have their insurance they estimated the cost of a rescue mission to US$ 1.500. Unfortunately that seemed to be our only bet. Friends had texted us that the wind would pick up to 30 – 35 knots that night and the following day. We were even willing to cut the anchor chain which would mean to give up anchor and chain. Or at least we would mark them with a buoy before cutting lose so we could find and rescue them later. 45 minutes after our call the SeaTow Capitan called and announced their departure from the harbour. 30 more minutes later he hailed us on VHF and announced that the conditions out at sea were too rough and that unfortunately they couldn’t be of service for us today. That was not what we had expected. We looked at each other and laughed hysterically.

Alright, on we go. We decided to sail into the marina despite the strong winds. Staying at anchor wasn’t an option at all, facing the weather to come and the fact that at some point the chain would break loose from the boat. First we fired up our portable HONDA generator to charge the batteries. When the wind slowed down a bit in the afternoon, we started our very last try to get the anchor up. We set a tiny bit of the main sail in order to be able to catch a little bit of wind to move us forward and support the poor anchor windlass. Guess what – we succeeded! The anchor came up! We saved it and the chain! Strike! We set our staysail and proceeded towards the inlet, mentally preparing for the berthing manouver under sail which we’ve never done before. We sailed into the inlet, towards the marina and the slip. When suddenly the wind died down completely. We weren’t able to steer TRINITY anymore and were drifting backwards, right into a military no-go zone. A Navy boat with a machine gun on its bow started to circle us. And now again it was friendship that saved us: our friends Michelle and Bob who live on their Beneteau were waiting for our arrival. When they observed our situation, they threw the mooring lines loose to come to our rescue, fully decorated with Christmas lights and Rudolph on their bow, even with his shiny red nose. They threw us a line and pulled us towards the berth. With the last forward movemen we were able to steer TRINITY into it and brake her 46.000 pounds down with lines. We made it, yeaahhh!!! And crashed into a good night’s sleep soon after.

Now mechanic Lonnie is aboard again and we’re hoping to solve the engine problem very soon. Dear Santa, then we would need a good weather window to round Cape Hatteras, the weather-wise needle eye on our way down south. So at that point we have no idea where we will spend Christmas and New Year’s Eve. TRINITY is teaching us on and on that we shouldn’t make any plans. For now there is more work – what else?

We wish you a merry Christmas, a wonderful holiday season and a Happy New Year!

Seas the Day
R+K

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Ship happens.

(English version below)

Here we are again. Mitten in der großen, never-ending TRINITY Refreshment Kur.

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TRINITY im Eastport Yacht Center + Kerstin ueber’m Dieseltank

Im letzten Winter haben wir in Trinidad das Vorschiff mit Deckshaus renoviert und viele andere Dinge repariert und optimiert. Nun geben wir TRINITY gerade in Annapolis, USA, den letzten Schliff fuer den Pazifik. Seit knapp zwei Monaten liegen wir auf einem von J.Gordon&Co.‘s Liegeplaetzen im Eastport Yacht Center, auf dem exakt gleichen Platz wie in 2013, als wir Annapolis kennen und lieben lernten.

Wieder einmal haben wir den Aufwand deutlich unterschaetzt. Angesichts von TRINITYs stolzem Alter von zwanzig Jahren und unseren inzwischen ueber 20.000 Seemeilen mit ihr hat sich eine lange “Fun-Liste” angesammelt (das Wort “To Do” moegen wir nicht mehr). Und beim Arbeiten wird sie taeglich laenger. Hier nur eine Auswahl unserer aktuellen Projekte, die wir so gut wie alle selbst erledigen – mit freundlicher Unterstuetzung von Youtube, Google und guten, geduldigen Freunden vor Ort:

– Reinigung der Dieseltanks: Klingt easy. Ist es aber nicht. Zum Oeffnen der beiden je 500-Liter-Tanks mussten wir die Bodenbretter demontieren, Moebel zerlegen, die Klimaanlage ausbauen, 170 Schrauben loesen und reinigen, die noch vorhandenen 400 Liter Diesel filtern und zweifach von einem Tank in den anderen pumpen, die Tanks dann mit Atemschutzmasken, speziellen Reinigungsmitteln und per Reinkriechen reinigen, neue, massive Dichtungen manuell fertigen, die Tanks versiegeln, alles wieder einbauen und auf Funktion ueberpruefen. Bingo!

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– Reinigung der Faekalientanks, Einbau neuer Wartungsklappen, Austausch von Faekalienschlaeuchen, Wiederverschliessen der Tanks und dann wieder Luftholen. Hier kam uns auch die Idee fuer die heutige Headline in den Sinn.

– Verlaengerung des Betts in der Vorschiffskabine um die entscheidenden 25 cm. Das Gaestebett war lediglich 1,80 Meter lang. Das mussten wir aendern und tischlerten eine Verlaengerung. Und in dem Zusammenhang haben wir direkt die Matratzen erneuert. Ein neues, traumhaftes Schlaferlebnis!

– Umfangreiche Farbarbeiten im Cockpit und am Mast: Bei Aluminium muss die Farbe Schicht fuer Schicht aufgebaut werden. Zunaechst mit einem Etching Primer, dann mit mehreren Schichten Expoxy Primer, Undercoat und schließlich Finish Coat. Natuerlich jeweils mit Schleifen dazwischen und teilweise auch Spachteln. Und wenn das Wetter nicht mitspielt, dauert alles noch viel laenger.

– Ausbau, Wartung und Einbau von Heizung und Klimaanlage, Reparatur des Warmwasserboilers

– Schweissarbeiten an Baum und Spibaum-Halterung

– Montage zusaetzlicher Solarpanele: Wir benoetigen mehr Energie, vor allem wenn wir tagelang auf den Ozeanen unterwegs sind. Fuer unsere neuen zweimal 180 Watt Panele mussten wir uns zunaechst eine Rahmen-Konstruktion fuer die Montage an der Reling ausdenken, da es auf dem Markt keine ueberzeugende Standardloesung gibt. Schweisser Quentin setzte unsere Ideen in stabile Alu-Rahmen um. Dann montierten wir die Panele auf die Rahmen. Als naechstes werden wir sie an der Reling anbringen, einen passenden MPPT-Regler einbauen, Kabel durch’s Schiff ziehen und alles an unser elektrisches System anschließen.

– Justierung des Propellers, weil wir unter Motor bisher eindeutig zu langsam sind: Auch das klingt einfach. War’s dann aber natuerlich nicht. Nach Ruecksprache mit dem Hersteller stellte sich heraus, dass die Steigung des Propellers nicht den Schiffspezifikationen entspricht. Wir dachten, dass wir ganz einfach einen Propeller-Workshop vor Ort mit der Justierung beauftragen koennten. Falsch gedacht. Keiner konnte oder wollte uns helfen, da unser Propeller sehr speziell sei. Einzige Moeglichkeit: den Propeller zum Hersteller nach Deutschland schicken. Aber erst einmal musste die passende Abziehvorrichtung (Puller genannt) her. Auch die musste wegen der metrischen Masse aus Deutschland eingeflogen werden. Dann musste ein Taucher kommen, um den Propeller zu ziehen. Inzwischen wurde dieser in Deutschland bearbeitet, wieder zurueck in die USA geschickt und wartet nun auf die Montage. Er muss sich noch bis zur Werft gedulden, in der wir die wieder einmal faelligen Arbeiten am Unterwasserschiff erledigen werden.

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Taucher Mike in Action + der Propeller auf Schoenheitskur in Deutschland

– Verwandlung des unteren Salons in die neue TRINITY Lounge: Den unteren Salon haben wir niemals als solchen genutzt. Er erschien uns eher wie verschwendeter Stauraum. Als wir fuer die Reinigung der Dieseltanks fuer einige Zeit den Tisch demontiert hatten, kamen wir auf die grandiose Idee, eine Lounge-Ecke, d.h. eine grosszuegige Sitz- und Liegeflaeche, mit integrierten Staufaechern zu bauen. Ein deutlicher Zugewinn an Wohnqualitaet und Stauraum!

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Masters at work: Robert + Marshall in Action

Die Liste liesse sich endlos weiter fortsetzen, aber das moechten wir euch ersparen. So vergehen unsere Tage in den letzten beiden Monaten. Langsam, aber sicher geht es voran. Und zum Glueck haben wir vor Ort Freunde, die uns nach Kraeften unterstuetzen – allen voran Alice und Marshall von J. Gordon & Co. Bei ihnen kamen wir auch unter, als das Schiff wegen der geoeffneten Dieseltanks und Dieseldaempfe nicht bewohnbar war. Oder Linda und Ned, die uns ihren coolen Ersatzwagen geliehen haben – so lange wir ihn benoetigen.

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Erleichtert Leben und Arbeiten ungemein: Unser Chevy Blazer aus den 80ern /
‘Our’ Chevy Blazer from the 80s makes life and work so much easier

Mal sehen, wie lange die Arbeiten noch dauern werden. Bald wird es hier oben kalt und ungemuetlich, dann werden wir wieder Richtung Sueden ziehen. Letzte Woche drohte Hurrikan Joaquin, genau ueber Annapolis hinwegzuziehen. Zum Glueck drehte er frueh genug ab. Aber das stuermische, regnerische Wetter machte uns erstmal wieder einen Strich durch die Aussenarbeits-Rechnung.

In diesem Sinne: Ship happens!
K+R

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Welcome back – to the never-ending TRINITY refreshment project!

After having refurbished the forward part of the boat including deckhouse and after having repaired and improved many other things in Trinidad last winter, we’re currently polishing TRINITY for the Pacific. Herefore we returned to Annapolis, MD, USA, being anchored at one of J.Gordon&Co.‘s berths in Eastport Yacht Center at exactly the same spot as two years ago when we spent months working on the boat here. And when we fell in love with Annapolis and its great people.

Once again, we’ve underestimated the effort by far. Over the 20 years of TRINITYs life and our more than 20.000 nautical miles, a long list has accumulated and is growing longer and longer each and every day. By the way, we call it ‘Fun List’ now – the former expression ‘To Do List’ was too disencouraging. Please find below a certain number out of all the projects we’re doing at the moment – mainly by ourselves, with kind support by Youtube, Google and great, very patient friends:

– Cleaning the fuel tanks: Sounds easy. It isn’t. That’s what we figured the hard way. To open up the two tanks with 125 gallons each, we had to take the floorboards away, take furniture apart, take the AC out, loosen and clean 170 bolts, filter the remaining 100 gallons of Diesel, pump them twice from one tank into the other, clean the tanks with special detergents, crwaling into the tanks equipped with respiratory masks, cut out new, very sturdy gaskets, seal the tanks, get furniture, AC and floorboards together again and test the function. Done – eventually.

– Cleaning the holding tanks, installing new inspection lids, changing discharge hoses, sealing the tanks back – and then we breathed in again. BTW, that’s how we came up with the headline for this post.

– Extension of the V-berth in the forward cabin. The bed was much too short, right under 6 feet. We had to change that and did some woodwork. And bought new foam mattresses right away – it was about time. A good night’s sleep is back again!

– Extensive paint work in the cockpit and at the mast. With Aluminum, you have to build the paint carefully from the bare metal. First using an Etching Primer, than a couple of layers of Epoxy Primer, followed by Filler, a few layers of Undercoat and finally several layers of Finishing Coat. Not to forget the sanding in between.

– Dissassembly, servicing and mounting of air heater and air condition, repair of the warm water boiler

– Welding some spots at boom and spinnaker pole support

– Mounting of additional solar panels: We’re in need of more energy, especially when we’re out on the ocean for days in a row. So we got four new 90 W panels. We had to find a way to mount them on the rail of TRINITY since there aren’t any convincing ready-made solutions on the market yet. We constructed a frame system which was built by Quentin, the welder we’ve done a few jobs with already. We’ve already bolted the panels to the frames and need to mount them on the rail, pull cales through the boat, install a MPPT charge booster and connect it all to our battery system.

– Adjustment of the propeller: We’re much too slow under engine, considering our 100 HP Ford New Holland Diesel. Again, we thought it would be easy to ask some guys to adjust the prop. Of course, we were wrong. When talking to the manufacturer they figured the pitch had been set wrong twenty years ago, accordings to the boat’s specs. Unfortunately, after many phone calls it became apparent that nobody in the US would touch our prop to adjust it. Only solution: Send it back to the manufacturer in Germany. Drawback: we needed a specific pulling device with metric measures beforehand. So we had to order that from Germany first, get a diver who pulled the propeller – and then send the prop to Germany. In the meantime the prop has returned, in better shape than ever. Now it has to wait until we haul the boat for the bottom work which is due as well.

– As if that all isn’t enough, we created ourself a FUN project. We’re changing one of two our seating areas into a lounge area with integrated storage room. Can’t wait for it to be finished!

We could go on forever but will end the list here. You’ve gotten an idea already. That’s how life is goeing on for the last two months. Slowly but surely we’re proceeding. Luckily we have friends around who’re supporting us a great deal. First of all Alice and Marshall from J.Gordon & Co. They even provided us with a comfortable, cozy home when living onboard wasn’t feasible during fuel tank cleaning because of all the diesel fumes. Or Linda and Ned, who borrowed us their spare car, a cool Chevrolet Blazer from the 1980s, for permanent use. And many others who are giving advice and cheering us up. Thank you guys so much!

Yet we don’t know how much longer it all will take. Soon it will get cold in Annapolis and we will be headed south again. Hurricane Joaquin gave us a taste of stormy east coast weather – luckily he decided to turn east far out at sea. We still have bottom work to do – the weather will tell us whether we will do it here or someplace further south.

Ship happens!
R+K

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A Little Weak in Little Creek.

(English version below)

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Gluecklich in Little Creek bei Norfolk gelandet, wollten wir nach zwei Tagen weiter Richtung Annapolis segeln. Montags morgens waren wir abfahrbereit, die Springleinen waren bereits geloest. Wir hatten uns von unseren Stegnachbarn Michelle und Bob verabschiedet, wollten den Motor starten und die restlichen Leinen loswerfen. Nur, der Motor sprang nicht an. Wir probierten und probierten – vergeblich.

Auf dem Atlantik hatten die Probleme angefangen. Die beiden Starterbatterien, die wir erst vor sechs Monaten in Trinidad gekauft hatten, gingen aus unerfindlichen Gruenden beim Starten in die Knie. Deshalb hatten wir unterwegs das Ladegeraet angeschmissen und den Motor immer wieder starten koennen. Jetzt passierte gar nichts mehr. Was fuer ein Glueck, dass wir bis Little Creek gekommen waren!

Fieberhaft machten wir uns auf die Suche nach der Ursache. Unterstuetzt von Michelle, die auf einer Farm aufgewachsen ist und sich u.a. mit Traktor-Motoren prima auskennt, wie unser Ford New Holland einer ist. Wir reinigten die Dieselfilter, liessen Luft aus dem System, untersuchten die Leitungen auf Leckagen. Die Fehlersuche verdichtete sich schliesslich auf die Kraftstoff-Einspritzpumpe. Als wir die Pumpe naeher unter die Lupe nahmen und ein Ventil ausbauten, kam der entscheidende Hinweis auf “Motorenfluesterer” Lonnie, der viele Jahrzehnte fuer die Coast Guard und Navy arbeitete. Er kam an Bord, hoerte sich den Anlasser an, checkte die Duesen und stellte fest, dass die Einspitzpumpe prima arbeitet. Er zeigte uns ein paar entscheidende Tricks, die in keinem Lehrbuch zu finden sind. Und siehe da, der Motor sprang wieder an. Wir waren uebergluecklich. Und haben wieder viel gelernt.

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Unser Ford New Holland GEN450, Jahrgang 1993, 4 Zylinder, 5 Liter, 100 PS

Statt zwei Tagen blieben wir schliesslich eine ganze Woche. Und freuten uns ueber die sehr ausgepraegte Hilfsbereitschaft, der wir in den USA immer wieder begegnen. Trotz der Probleme hatten wir eine tolle Zeit in Little Creek. Unsere grossartigen Nachbarn Michelle und Bob nahmen uns unter ihre Fittiche, fuhren mit uns zum Einkaufen, zeigten uns ihre Lieblings-Restaurants und -Bars, nahmen uns zu Livemusik mit und luden uns immer wieder auf ihr Boot ein. Und Bob, der Zahnarzt, hat sogar noch unsere Zaehne gereinigt. 1000 Dank nochmals! Wir sehen uns im Herbst, wenn es wieder gen Sueden geht.

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Rob & Bob having fun with Louis McGehee live at Virgina Beach +
Sundowner on the flybridge with Michelle, Vicky and Bob

Und prompt fiel uns der Abschied wieder schwer. Nun sind wir endlich auf dem Weg nach Annapolis und machen Zwischenstation in St. Michaels, einer sehr suessen kleinen Stadt auf der Ostseite der Chesapeake Bay. Eigentlich ist es hier gar nicht so anders als auf den Bahamas: Wir liegen vor Anker und um uns herum schwimmen Delfine, jede Menge sogar. Nur das Wasser hat eine andere Farbe. So what.

Seas the day
K+R
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After having arrived happily in Little Creek, Norfolk, VA, we were planning for heading towards Annapolis two days later. Monday morning we were ready, the springs were already loose. We had hugged our neighbours Michelle and Bob goodbye, were about to start the engine and loosen the other lines. Only, we couldn’t manage to get the engine running. We tried hard repeatedly but didn’t succeed.

The problems had already started out at sea. The two starter batteries – which we had bought in Trinidad only six months ago – were dropping down heavily when we tried to fire the engine up. With a little help of the battery charger we had eventually succeeded back then. This time, no luck. How lucky we were to have reached Little Creek!

Almost feverishly we started searching for the cause of the failure. Gratefully supported by Michelle who was raised on a farm and knows – among other things – a lot about traktor engines, like our Ford New Holland. We cleaned the diesel filters, bleeded air out of the system, checked the fuel lines for possible leaks. Eventually everything was pointing to the fuel injection pump. When we started to take a closer look at it and took the solenoid valve apart, someone suggested ‘engine whisperer’ Lonnie who is working for Coast Guard and Navy for decades. He came aboard, listened to the starter motor, checked the injectors and figured that the pump was actually working pretty well. He showed us some tricks which aren’t to be found in any textbook. And guess what, the engine started. We were so relieved! And learned a lot again.

Instead of just two days we were staying for a whole week. And were happy to enjoy the great helpfulness of people around us which we appreciated so much in the US two years ago as well. And besides the obstacles, we had a great time in Little Creek. Our amazing neighbours Michelle and Bob took good care of us, running errands with us, taking us to their favourite places, making us enjoy live music and inviting us to their boat repeatedly. And Bob, being a dentist, even cleaned our teeth. Lucky us! So many thanks again – we will see each other in fall when we will be heading south.

And so it became another hard farewell. Eventually we’re on our way to Annapolis, with a short stopover in St. Michaels, a neat little town on the eastern shore of the Bay. Actually it’s not that different from the Bahamas: We’re at anchor, surrounded by dolphins. Only the colour of the water differs. But who cares. Life is beautiful!

Seas the day
K+R

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Back In The USA.

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Wir sind nach knapp fuenf Tagen auf See wohlbehalten und gluecklich in Little Creek bei Norfolk, Virginia, angekommen. Haben den Einklarierungsprozess durchlaufen. Hatten sogar einen Agrar-Experten zur Pruefung der Lebensmittel und des Muells an Bord.
Wir sind drin!

Schoen, dass ihr uns auch auf diesem Trip begleitet habt!

Cheers
K+R

We arrived safe, sound and happy in Little Creek, Norfolk, VA. After five consecutive days at sea. Customs clearance done. We’re in.
It feels good to be back!

Great that you were part of that journey as well!

Cheers
K+R

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TriniTracker July 18th, 2015

Uhrzeit / Time: 0930 UTC/ 0530 EST
Position: 3638N 07540W (Atlantik, 23 Seemeilen suedoestlich von Cape Henry am Eingang der Chesapeake Bay, USA / 23 nm north-east of Cape Henry, VA) Kurs / Course: 320
Speed Over Ground: 4,5 – 5 Kn
Zielhafen / Bound for: Norfolk, Virginia
Wind: 2 – 3 Bft aus SSE
Welle / Waves: 1 Meter / 3.3 ft
Wetter / Weather: sternenklare Nacht, vereinzelte Woelkchen / clear starlit night skies, skattered clouds

(English version below)

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Moin!
Eigentlich nicht zu schaffen, aber was heisst schon eigentlich? Ihr erinnert euch? Das miese Wetter vor Kap Hatteras. Wir haben es geschafft! Wir sind nicht hinein geraten. Das Flautenfeld liegt hinter uns. Und wir sind auf den letzten Meilen gen Norfolk. Diese Tour hat uns wirklich mit allen Wettern aus jeder Himmelsrichtung auf Trapp gehalten. Anfangs mit 35 – 40 Knoten (Sturmstaerke!) vorm Wind. Mit unserem Hochseedampfer sehr gut zu haendeln. Unsere Geschwindigkeit war 24 Stunden lang zwischen 10 und 13 Knoten SOG (Speed Over Ground). Das liebt das Seglerherz! Bei diesen Konditionen sind eher das Kochen und Schlafen unter Deck eine Herausforderung. Aber auch daran gewoehnt man sich.

Und dann warteten, wie wir wussten, 10 Knoten Wind aus Nord-Ost auf uns. Nicht so viel fuer unsere 21 Tonnen Lady TRINITY. Aber diese vorausgesagten 10 Knoten hatten es in sich. Letztendlich waren es 12 – 13 Knoten Wind, plus 3 Knoten Strom plus 4 Knoten Scheinbarer Wind (da wir sehr hoch am Wind gesegelt sind und sich unser selbst produzierter Fahrtwind ebenfalls addiert). Somit hatten wir um die 20 Knoten Wind, was unter Vollzeug ebenfalls eine berauschende Geschwindigkeit von ueber 10 Knoten SOG brachte. Schliesslich hat es uns in der Addition so befluegelt, dass wir das gefuerchtete Kap zur richtigen Zeit hinter uns lassen konnten. Wieder ein Learning – traue keinem ‘eigentlich’!

Diese letzte Nacht hat uns nun mit einer neuen Variante genervt: 8 – 10 Knoten ziemlich platt von hinten. Und da hat unsere Lady keine Chance. Der Scheinbare Wind sackt vorm Wind auf 6 – 8 Knoten ab, was uns gerade mal auf 2,5 – 3,5 Knoten Speed bringt. Und nun haben wir auch noch leichten Strom gegen uns. Schleichfahrt mit zum Teil schlagenden Segeln. Ein Geduldsspiel. Tja, irgendwann muss halt jeder seine Zeche zahlen. Und heute sind wir dann wohl mal an der Reihe. Aber wir haben es ja bald geschafft. Auf die Goetter der Meere! Cheers!

Seas the day
R+K

ENGLISH:

Hi there!
Actually not feasible – but what does ‘actually’ actually mean? Remember that?! The forecasted bad weather off Cape Hatteras. We made it! We haven’t been trapped there. Luckily, the calm area remains in our stern wake. We’re getting closer to Norfolk. This trip kept us awake with various shades of weather from each and every wind direction possible. Day 2 with 35 to 40 knots of wind (gale force) from behind. Thanks to our offshore lady we could handle that quite easily. Our speed remained between 10 – 13 knots SOG (Speed Over Ground) for a whole 24 hours. We love it! Only preparing food or trying to sleep keeps posing a true challenge under these conditions. But after more or less time you get adjusted to it.

We already knew that 10 knots of wind from the north-east were awaiting us at some point. Not much for our lady who puts 21 metric tons on the scale. But these forecasted 10 knots weren’t as expected. They turned out to be 12 – 13 knots of wind plus 3 knots of Gulfstream current plus 4 knots apparent wind which sum up to a good 19 – 20 knots (due to sailing close-hauled, our self-inflicted passage speed adds as well). With all sails up we made an amazing 10 knots of speed. That enabled us to leave the notorious Cape behind us in exactly the right moment. Another learning – never trust an ‘actually’!

This night another weather version keeps testing our patience: 8 – 10 knots straight on the back. No chance for TRINITY. On a downwind course, the apparent wind goes down to 6 – 8 knots which results in only 2.5 to 3.5 knots of speed. Plus current against us. Sails are clapping. A game of patience. Seems like it’s payback time now. But soon we will have reached our destination. To the gods of the ocean – cheers!

Seas the day
R+K

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TriniTracker July 17th, 2015

Uhrzeit / Time: 1030 UTC/ 0630 EST
Position: 3453N 07458W (Atlantik, 35 Seemeilen suedoestlich Cape Hatteras, US-Ostkueste / 35 nm south-east of Cape Hatteras, US Eastcoast) Kurs / Course: 022
Speed Over Ground: 5,5 – 6,0 Kn
Zielhafen / Bound for: Norfolk, Virginia
Wind: 2 – 3 Bft aus NE
Welle / Waves: 1-2 Meter / 3.3 – 6.6 ft
Wetter / Weather: wechselhaft, vereinzelte Gewitter / mixed with cluttered thunderstorms

(English version below)

Nach dem aufregenden Tag 2 auf See goennte uns Tag 3 eine ausgiebige Verschnaufspause. Von sehr viel Wind auf gar keinen, von 200 auf 0. Wir duempelten scheinbar auf der Stelle auf der Atlantikduenung hin und her, mit 0 Knoten Fahrt durch’s Wasser, aber 3 Knoten ueber Grund – dem Golfstrom sei Dank. Das konnten wir nicht lange mit ansehen und starteten den Motor. Der Trick zog, nach einer halben Stunde kam der Wind zurueck und damit auch die Geschwindigkeit.
Der Wind drehte im Laufe des Tages von suedlichen Richtungen auf noerdliche. Abends segelten wir dann hoch am Wind, mit ueber 9 Knoten Speed Over Ground und sehr viel Lage, d.h. um ca. 30 Grad auf die Seite gekippt. Da werden unter Deck selbst die einfachsten Dinge zur Herausforderung, wie Gemuese schneiden, Kochen, Zaehneputzen.
Momentan segeln wir durch ein Schwachwindgebiet vor dem beruechtigten Cape Hatteras. Dahinter biegen wir dann gen Nordwesten auf die Zielgerade Richtung Norfolk ab. Noch liegen knapp 200 Meilen vor uns.

Seas the day
K+R

ENGLISH:

After exciting day 2 at sea we were able to draw a deep breath yesterday. From strong winds to nothing at all, from 100 to 0. The boat was rocking in the Atlantic waves and we had no speed at all, at least through the water. Only the Gulfstream was thankfully moving us with 3 knots Speed over Ground towards our destination. We didn’t watch that for long but started the engine. The trick worked, after 30 minutes the wind returned and accelerated us significantly.
Throughout the day, the wind was veering from southerly to northerly directions. In the evening we were sailing close-hauled, with more than 9 knots Speed Over Ground, heeled over 30 degrees. That makes seemingly very easy stuff a challenge, like chopping vegetables, cooking or brushing your teeth.
Currently there is a lack of wind and speed again, off the notorious Cape Hatteras. Next turn will be to the north-west, towards our destination Norfolk, VA. 200 miles ahead.

Seas the day
K+R

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TriniTracker July 16th, 2015

Uhrzeit / Time: 1030 UTC/ 0630 EST
Position: 3304N 07640W (Atlantik, 85 Seemeilen oestlich der US-Ostkueste, Hoehe Cape Fear, North Carolina / 85 nm east of US Eastcoast, off Cape Fear, NC) Kurs / Course: 035
Speed Over Ground: 5,5 – 6,0 Kn
Zielhafen / Bound for: Norfolk, Virginia
Wind: 2 – 3 Bft aus WSW
Welle / Waves: 1-2 Meter / 3.3 – 6.6 ft
Wetter / Weather: wechselhaft, vereinzelte Gewitter mit Starkregen / mixed with cluttered thunderstorms and heavy rain

(English version below)

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Nachdem wir an Tag 1 auf See im Smooth Sailing Mood angekommen waren, zeigte uns Tag 2 wieder, wer auf See das Sagen hat. Statt der angekuendigten angenehmen 15 – 20 Knoten Wind blies es den ganzen Tag mit 30 – 40 Knoten. Durchziehende starke Gewitter peitschten die See zu 5 – 6 Meter Welle auf. Es gab Bruch, die Schaeden scheinen sich aber nach erster Betrachtung in Grenzen zu halten. Weitere To Dos fuer Annapolis. Die Crew ist wohlauf, nur ein bisschen muede. Inzwischen hat der Wind sehr stark nachgelassen, zur Zeit 5 – 10 Knoten. Eine echte Umstellung nach der rasenden Fahrt gestern. Wir spueren aber nach wie vor den Einfluss des Golfstroms, der uns zwei Knoten mehr auf das Speedlog gibt.

Anyway – seas the day!
K+R

ENGLISH:

After getting back in the smooth sailing mood on day 1, day 2 made clear again who rules at sea. Instead of 15 – 20 knots according to the weather report the winds were blowing with 30 – 40 knots for the whole day. Due to strong thunderstorms the wave height rose to 15 – 18 ft. Damage was done to our gear. Further to dos for Annapolis stacking up. But most important, the crew is well. Only a bit tired. The wind has decreased significantly, currently 5 – 10 knots. Due to the strong winds we were speeding through the ocean yesterday, unlike today. But thanks to the fascinating gulfstream, our speed over ground is still 2 knots higher.

Anyway – seas the day!
K+R

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