Sailors’ Shangri-La.

(English version below)

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Normans Cay, Exumas: Galliot Point + Southern Anchorage

Wir haben lange ueberlegt, wie wir die Bahamas beschreiben koennen, ohne in Superlativen zu ersticken und anschliessend mit Neid und Missgunst ueberhaeuft zu werden. Und wir mussten feststellen, es ist unmoeglich. Also – wer damit nicht klar kommt, sollte jetzt wegdruecken. Fuer alle anderen: Viel Spass auf diesem wundervollen (seht ihr, geht schon los) Trip!

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Eine Sandbank im Nirgendwo + Musha Cay, der David Copperfield gehoert /
Sndbar in the middle of nowhere + Musha Cay, owned by magician David Copperfield

Das Commonwealth Of The Bahamas ist ein unabhaengiger Staat im Atlantik. Gehoert also nicht zu England, obgleich die Oueen nach wie vor ihre Monarchin ist, oder zu den USA, obwohl der US Dollar hier gaengiges Zahlungsmittel ist und viele Amerikaner die Bahamas als Urlaubs- und Langzeit-Segel-Ziel waehlen. Und sie gehoeren geografisch auch nicht zur Karibik. Was selbst einige Bahamians nicht wissen. Die Bahamas bestehen aus mehr als 700 Inseln, verteilt auf einer Flaeche ungefaehr so gross wie Neuseeland oder Italien, allerdings mit der Einwohnerzahl von Wuppertal. Zu einem grossen Teil sind diese Inseln unbewohnt und gluecklicherweise meist unter Naturschutz stehend. Hier findest du keinen Muell an den kilometerlangen, pudrigen Sandstraenden. Kristallklares, tuerkises Wasser, soweit das Auge reicht. Selbst die Wolken leuchten hier tuerkis. Hinzu kommt eine artenreiche Unterwasserwelt. Ein Paradies zum Schnorcheln und Tauchen. Egal wo wir ankern, um unser Schiff herum wimmelt es von bunten Fischen, metergrossen Rochen, gemuetlichen Schildkroeten und harmlosen Riffhaien. Selbst Delfine kommen zu deinem ankernden Schiff und du kannst mit ihnen schwimmen und spielen. So stellen wir uns den Segler-Himmel vor. Es ist fantastisch, friedlich und voller Wunder.

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Mit Delfinen schwimmen – von jeher Robert’s Herzenswunsch /
Swimming with the dolphins – Robert’s heartfelt wish since long

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Auf James Bond’s Spuren: Thunderball Grotto, Staniel Cay – Sean Connery kommt immer noch regelmaessig her / Chasing James Bond: Thunderball Grotto – Sean Connery has just recently be spotted in the Yacht Club

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Die beruehmt-beruechtigten, immer hungrigen Schweine von Staniel Cay /
The famous, notorious, ever so hungry swimming pigs of Staniel Cay

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Auch gierig: Die pinken Leguane von Leaf Cay /
Greedy as well: The pink iguanas of Leaf Cay

Aber es gibt auch die andere Seite, die wir nicht weniger lieben: Verzauberte Beachbars, coole Clubs – natuerlich nach allen Seiten hin offen – und ausgelassene Beachparties. Oder Parties auf befreundeten Booten. Alles, was das Berlin-gestaehlte Party-Herz begehrt.

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Chat’n’Chill, George Town: ‘The Chat is free, pay for the Chill’

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Best Cheeseburger of the Bahamas: Normans Cay Beach Club at MacDuff’s

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Staniel Cay Yacht Club + Beach party at Ho Tai Cay Beach, Staniel Cay

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Peter Peake’s georgeous buddy party boat CALYPSO from Trinidad: with Paul aka Beso and Ragga (Peter is down in the engine room, as usually)

Was auch sehr positiv auffaellt, sind die Freundlichkeit und Offenheit der hier lebenden Menschen. Gerade heute haben wir uns mit einer Frau unterhalten, die uns sagte, dass sie heute Morgen aufgewacht ist, aus dem Fenster geschaut und sich gefreut hat, dass sie auf dem schoensten Platz der Erde lebt. Auf unsere Frage hin, ob es je einen Gewoehnungseffekt gaebe, sagte sie uns, dass ihre Familie bereits in der fuenften Generation hier lebe und alle es jeden Tag genau so gesehen haetten. Sie strahlte. Wir freuten uns mit ihr und gleichzeitig freuten wir uns, dass wir das alles hier erleben duerfen.

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Staniel Cay – traumhaft schoen + tolle Menschen, hier PV unter dem Brotfruchtbaum / Staniel Cay – amazingly beautiful and full of beautiful people, like PV under the breadfruit tree

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Im Herzen der Party: Tami aus den USA, die auf Staniel Cay lebt (rechts der Ausblick aus ihrem Beachhouse), uns sehr geholfen und wundervoll umsorgt hat /
Always in the center of party: Tami from Ohio who is a resident in Staniel Cay (see the view from her beach house, right). She helped us a lot and we spend a great time with her – thanxx again, Tami!

Wir koennen jedem nur ans Herz legen, die Bahamas auf die Reise-Agenda zu setzen. Aber bitte nur mit Schiff! Du wohnst und lebst an verzauberten, menschenleeren Plaetzen, was dir ein Resort-Urlaub nicht ermoeglicht. Falls wir doch mal irgendwann Chartertoerns auf TRINITY anbieten sollten, waere dies hier das perfekte Revier.

Carpe Diem
R+K
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For quite some time, we were considering how to describe the Bahamas without being choked by superlatives or harvesting envy and jealousy. And we figured, it’s simply impossible. So, for those who can’t cope with it, please leave that page NOW. For all others: enjoy the ride!

The Commonwealth Of The Bahamas is an independent country, located in the Atlantic. They neither belong to the UK, although the Queen still acts as their Monarch, nor do they belong to the USA, although the Bahamian Dollar is pegged to the US Dollar and you might even pay by the latter. Plus, many Americans choose the Bahamas as their vacation and longterm sailing destination. Guess what, geographically the Bahamas are not a part of the Caribbean – even many Bahamians aren’t aware of that. The archipelago of the Bahamas consists of 700 islands, spread over an area as big as New Zealand or Italy, but inhabited by only the number of residents of St. Louis City, MO. These islands are mostly uninhabited and, luckily, many are a nature preserve as well. Here, you won’t find any trash washed up the pristine, powdery, endless beaches. Crystal clear, turquoise waters as far as the eye reaches. Even the clouds tend to glow turquoise-ish. That’s only above the waterline. Additionally, below you’ll find a broad variety of species. A snorklers’ and divers’ paradise. No matter where we drop the hook, there are brightly coloured fish, vast stingrays, snugly turtles and huge but harmless nurse sharks gathered around the boat. Even dolphins might come to your boat and invite you to swim and play with them, if you dare (guess who did). That’s how we imagine sailors’ heaven to be: amazing, peaceful and full of wonders.

But there’s as well that other side which we love: enchanted tiki bars, cool clubs – open to nature – and exciting beach parties. Or parties on buddy boats anchored close by. Everything the Berlin-steeled party-goers heart might desire.

Last but not least, it’s the friendliness and openess of the people who live here. Just today we talked to a lady who told us that she woke up this morning and was happy to live in the most beautiful place on earth. Asked whether one might ever become accustomed to it, she answered that her family lived here for the fifth generation and everybody viewed it exactly as she did that morning. She smiled brightly. We were happy for her and happy for us that we are able to experience all that beauty around us.

So, for all those who haven’t been here yet (mainly Non-Americans, we guess ;)): add the Bahamas to your bucket list. But only by boat! You will experience enchanted, deserted spots which a resort vacation would never allow access to. If we should ever consider to offer charter trips on TRINITY, the Bahamas would definitely be the right area for it.

Seize the day
R+K

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Schafft euch Erinnerungen! / Create Yourself Memories!

(English version below)

Meine Grossmutter hat sehr viel damit zu tun, dass ich mache, was wir machen: die Welt per Boot erkunden. Sie war diejenige, die mir von fruehester Kindheit an ‘Carpe diem!’ eingeschaerft hat, Lateinisch fuer ‘Nutze den Tag!’. Sie war diejenige, die zu uns Enkeln sagte: ‘Schafft euch Erinnerungen, denn von ihnen werdet ihr zehren, wenn ihr alt sein werdet’. Sie praegte meine Sicht auf das Leben. Und dadurch versetzte sie mich gewissermassen in die Lage, das zu tun, was nun drei Jahre zurueck liegt: alles aufzugeben, ein neues Leben auf TRINITY zu beginnen und mit Robert die Weltmeere zu besegeln.

Wir hatten eine sehr besondere Beziehung: Ich war das erste ihrer sechsundzwanzig Enkelkinder. Meine Mutter ist das zweite ihrer zehn leiblichen Kinder. Eine Zeitlang wohnte ich sogar bei ihr, als meine Eltern ein Haus bauten und ihre Existenz gruendeten. Und sie gab mir den wundervollsten aller Spitznamen: sie nannte mich ihre ‘Goldine’, meiner Haarfarbe wegen. Ich liebe diesen Namen.

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Drei Generationen 2009: Goldine, Grandma Sophie + Mum Beate

Kurz vor unserer Abreise vor drei Jahren besuchten wir sie im Rahmen unserer Abschiedstour durch Deutschland. Als wir aufbrechen wollten, stand sie in der Tuer, klein und zerbrechlich, und sagte eindringlich zu Robert: ‘Bring meine Goldine sicher ueber die Meere!’.

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Grandma + Robert auf dem Meer

Als wir in George Town ankamen und uns nach langer Zeit zum ersten Mal wieder ins Internet einloggten, erhielt ich die Nachricht von ihrem Tod. Sie war an eben diesem Morgen gestorben, am 25. April, im Alter von 92 Jahren und 17 Tagen. Ich hatte sie immer fuer unsterblich gehalten.

Ich bin sooo froh, dass ich sie noch ein letztes Mal sehen konnte, als wir letztes Jahr in Deutschland waren. Seit einigen Jahren war sie dement und sprach nicht mehr. Ich weiß nicht, ob sie mich ueberhaupt erkannte. Aber als ich mich verabschieden wollte und es nicht vermeiden konnte, loszuheulen, nahm sie meine Hand, drueckte sie und liess sie fuer eine lange Zeit nicht mehr los.

Sie war stark. Sie war mutig, wollte in jungen Jahren sogar ihren Flugschein machen. Sie war sehr belesen und immer neugierig auf das, was in der Welt, in Politik, Kultur und Sport vor sich ging. Sie reiste sehr viel. Sie war sportlich und immer in Bewegung. Sie war gesellschaftlich engagiert. Sie hielt die Familie zusammen. Und sie machte alles auf ihre Art.

Ihre Asche wird heute in einem Wald in Holland verstreut. Sie liebte die Natur.

Was mich am meisten troestet, ist, dass sie selbst ‘Carpe diem!’ lebte. Und das tun wir ja auch – wir haben verstanden, Grandma!

Fuer meine Grossmutter Sophie Ruhr
In Liebe
Deine Goldine
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My Grandma provided me with a great deal of inspiration for this voyage. She was the one who taught me from early childhood on to ‘Carpe Diem!’ (Latin for ‘Seize the day!’). It was her who told me to ‘create yourself memories’ because they would be what I would be feeding on when being very old. She strongly affected my view on life and my attitude towards it. Thereby, she kind of enabled me to quit everything back home, move aboard TRINITY with Robert and sail the oceans.

We had a very special relationship: I was the very first of her many grandchildren, twenty-six, to be precise. My Mum is the second of the ten children she gave birth to. I even lived with her for a few months when I was very little and my parents were busy with building a family home and setting up a business. And she gave me the most wonderful of all nicknames: she used to call me ‘Goldine’, refering to the colour of my hair. I love that name.

When we started our journey three years ago, we travelled Germany to say ‘Goodbye’ to friends and family and of course paid her a visit as well. When we were about to leave, I remember her standing in the door, small and fragile-looking. She looked at Robert whom she loved (she was very much into tall, handsome men) and said with emphasis: ‘Carry her safely through the oceans!’.

When we arrived in George Town and logged into a Wifi hotspot for the first time after a couple of weeks, I got notice that she had just died. At that very same day, April 25th, aged 92 and 17 days. I always thought she would live forever.

I am so glad that I had a chance to visit her when we were back in Germany those months in 2014. For the last years, she was suffering from severe dementia and didn’t speak anymore. I don’t even know whether she recognized me at all. But when I started to cry upon farewell, she took my hand and pressed it firmly for a long time.

She was strong. She was courageous (she even wanted to become a pilot when she was young). She was very literate and curious about what was going on in the world, in politics, culture and sports. She travelled a lot. She was very much into exercise, even at a high age. She was socially engaged. She kept her family together. And she did it all her way.

Today, her ashes will be spread in the woods someplace in Holland. She loved nature.

So, what comforts me most is that she lived up to ‘Carpe diem!’ herself. And so do we now – got it, Grandma!

To my Grandma Sophie Ruhr
Love
Goldine

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The Sound Of Silence.

(English version below)

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TRINITY in front of Conception Island

Menschenleere, unberuehrte Orte auf der Welt zu finden, ist nicht mehr so einfach. Vieles wurde bereits erschlossen und von der sogenannten Zivilisation erobert. Anders auf den Bahamas. Hier gibt es noch Inseln, die abgelegen und verzaubert sind und die dich auf die Urspruenglichkeit und die Magie des Lebens reduzieren oder, besser gesagt, wachsen lassen. Einen dieser Orte haben wir direkt angesteuert: Conception Island. Hier lebt kein Mensch. Es gibt keine Strandbars oder Andenkenlaeden. Hier ist Natur pur.

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Kilometerlange Straende, einsame Lagunen, kristallklares Wasser und eine unglaubliche Artenvielfalt unter dem Boot. Ein zwei Meter langer Hai, ein grosser Barracuda und ein fetter Stachelrochen haben sogar direkt unter unserem Schiff gewohnt. Und ja, es fuehlte sich angesichts derartiger Nachbarn schon ein wenig komisch an, sich in das tuerkise Nass zu stuerzen. Aber wir haben es gewagt und jeden Tag genossen!

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Auf unserem weiteren Weg zu unseren Freunden, die in George Town vor Anker lagen, haben wir dann auch endlich mal die Angel ausgebracht – zum allerersten Mal seit Beginn unserer Reise. Und siehe da, ein 10 Pfund schwerer Kingfish – auch Wahoo genannt –, hat sich entschlossen anzubeissen, um uns und unseren Freunden ein koestliches Dinner zu bescheren.

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Enjoy the silence!
TwoFish+K
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It’s almost impossible to find truely deserted, unspoiled places. Too many have been exploited and taken over by ‘civilisation’. Not in the Bahamas. There you’ll find those secluded and enchanted islands. They reduce you back to the nativeness and magic of life (or allow you grow, respectively). We headed towards one of them directly: Conception Island. No one lifes here, there aren’t any beach bars or souvenir shops. It’s just pure nature.

Mile-long beaches, deserted lagoons, crystal clear waters and a great variety of species under our boat. A 6.6 ft shark, a huge barracuda and a massive sting ray were living right under TRINITY. And yes, it felt a bit weird to jump into that gigantic open aquarium, but we dared to do so and enjoyed it very much every day!

On our way to George Town, where friends from Trinidad were awaiting us, we eventually put the rod out, for the first time ever. And guess what, a 10 lb Kingfish (AKA Wahoo) was so kind as to bite and made a delicious dinner for us. Thanks, buddy!

Enjoy the silence
TwoFish+K

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Bahamian ‘Ommm’.

(English version below)

Position 2317N 07406W
0910 UTC (0510 Local Time)

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Abrahams Bay/Mayaguana: Eine laaaaange Dinghy-Fahrt zum Dinghy-Dock /
It’s a loooong way to the dinghy dock

Am Mittwoch morgen sind wir nach sechseinhalb Tagen und 1100 Seemeilen in Mayaguana eingelaufen, der ersten Insel zum Einchecken in die Bahamas fuer Boote aus Richtung Karibik. Und dabei so abgelegen, dass du das Gefuehl hast, das Ende der Welt erreicht zu haben. Ein langgezogenes, mehrere Kilometer langes Riff umgibt die gigantische Abrahams Bay, die wir anlaufen. Hier drinnen wird es flach. Zum Teil unter einem Meter. Bei unserem Tiefgang von zwei Metern also ein ziemlich knappes Hoeschen, wie unser Freund Ole immer zu sagen pflegt. Also ankern wir im vorderen Teil und fahren die restlichen 3,5 Meilen mit unserem Dinghy. Am Anleger erwartet uns eine staubige Schotterpiste, die wir zur kleinen Siedlung hin entlangschlendern. Tut gut, sich mal wieder die Beine zu vertreten. Als wir den Ort erreichen, aendert sich kaum etwas an dem verwunschenen Bild dieser Insel. Keine Menschenseele weit und breit. Wir warten auf den obligatorischen Heuballen, der ueber die Strasse weht.

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Abrahams Bay Settlement

Das erste Haus auf der linken Seite ist das Government Office. Hier wollen wir einchecken fuer die Bahamas. Und hier erfahren wir Weiteres ueber die Kunst der Langsamkeit. Durch unsere intensive Zeit in der Karibik haben wir schon viel mit der Island Time – oder wohlwollend “Kultivierung der Entschleunigung” – zu tun gehabt und auch etwas davon fuer unser Leben adaptiert. Aber die Ladies hier sind die wahre Inkarnation des Ommm. Alles passiert voellig unaufgeregt in Superslomo. Hier stirbt niemand an Herzinfarkt. Soviel ist sicher. Fuer die fuenf Formulare, die wir auszufuellen haben, brauchen wir keine zehn Minuten. Die Kontrolle unserer Daten sowie das Abstempeln dauerten geschlagene sechzig Minuten. Allerdings gibt es dann und wann Ablenkung durch andere Aufgaben, Bewohner, die dies und das brauchen – es ist ja das Government Office der Insel. Wir nehmen es mit Humor, bedanken uns artig, machen noch ein paar kleine Besorgungen im Tante Emma-Laden gegenueber und fahren zurueck zu unserem Schiff. Der Welcome Drink wartet: Gin mit Pellegrino Pampelmuse. Eiskalt! Koestlich!

Nachdem wir erstmal richtig ausgeschlafen und ein herrliches Bad im glasklaren tuerkisen Wasser genossen haben, geht’s weiter Richtung Conception Island. Eine menschenleere Bilderbuch-Insel umgeben mit den schoensten Tauchspots. Wir segeln wieder eine Nacht durch und werden im Laufe des Tages dort einlaufen. Hier werden wir ein paar Tage unser hart erarbeitetes, persoenliches ‘Ommm’ zelebrieren und dann geht es weiter ins Seglermekka George Town. Dort erwarten uns ein paar Freunde und sicherlich auch der ein oder andere Welcome Drink.

Cheers!
R+K
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On Wednesday morning, after six-and-a-half days and 1,100 nautical miles, we eventually reach Mayaguana, the first available and conveniently located port of entry when coming in from the Caribbean. This island is so remote that you get the feeling of having literally reached the end of the world. We approach huge Abrahams Bay, rimmed by a wide-spread reef. It’s going to be shallow, there are coral heads and spots of less than 3 feet of water – facing a 6.6 feet draught, that’s ‘quite a tight panty’ as our friend Ole would say. So we drop the hook in the deeper western part of Abrahams Bay and take a 3,5 miles dinghy ride to the Government Dock near the settlement (watch the tide tables, the approach dries out at low tide!). Once we’ve reached it, we enter a dusty gravel track leading to the government office. How good it feels to stretch your legs again after all this time at sea! As we reach the settlement, the feeling of seclusion and enchantment doesn’t change at all: not a soul out there, you almost expect hay rolls to whirl about.

The first building to the left, next to the telecom tower, is the Bahamian Government Office. That’s the place for clearing Customs and Immigrations. And for getting more lessons on the ‘art of taking your time’ to which we still aren’t really used to. Yes, we’ve experienced island time before and adapted some for our own lifes. But now we’re learning the real lesson – we bet that certainly no one here will die of a heart attack (which is a great thing, don’t get us wrong!). Five forms are given to us, filling them in takes us less than ten minutes – checking our data and stamping the forms takes sixty. Ok, there are interruptions because since it’s a Government Office, now and then locals come in to get their tasks accomplished. Anyway, relieved we say ‘Thank you!’ and off we are to stock up on provisions in the small store on the other side of the road. After the looong dinghy ride back, a welcome drink rewards us: an icecold Gin ‘n Pellegrino Pampelmo – simply delicious!

After a long good night’s sleep and a splash in the crystal clear turquoise waters, we head on towards Conception Island, an uninhabited picture postcard Bahamian island with perfect snorkling. Again we’re sailing the night through, expecting to reach our destination during daytime. There we will celebrate our own personal ‘Ommm’ before heading on to sailors’ hotspot George Town, Exumas. Friends are waiting for us there and there’s a certain chance for more welcome drinks as well.

Cheers!
R+K

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Night & Day – You Are The One!

(Now English version below – sorry for the delay, transmission problems!)

Position 2308N 07119W
1015 UTC (0615 Local Time)
Day 4 at sea

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Nach ueber einem Jahr wieder ein Blogpost, geschrieben auf hoher See. Unser Kurzwellenradio, ein spezielles Modem und eine Landstation in Panama machen’s moeglich. Weil die Datenmenge begrenzt ist, leider ohne Bilder. Das holen wir nach, sobald wir wieder Internetverbindung haben.

Es ist tief in der Nacht. Ein sternenklarer Himmel mit einigen dunklen Wolken am Horizont, die voraussichtlich kraeftige Windboen mit sich bringen. TRINITY pfluegt mit 7 bis 8 Knoten durch die meterhohen Wellen des tiefschwarzen Nordatlantiks. Die Turks & Caicos liegen 100 Meilen querab an Backbord. Und bis zu unserem Ziel auf den Bahamas sind es weitere ein bis zwei Tage. Da der Wind eher moderat mit 4 Beaufort weht und wir vor dem Wind laufen, haben wir unser Code Zero-Segel gehisst und ausgebaumt. Unser Bug haelt auf den Abendstern zu. Eine perfekte Navigationshilfe, wenn du nachts am Steuer stehst.

Die Naechte auf See sind ein ganz einzigartiges Erlebnis. Magisch. Weggebeamt. Wie ein anderes Universum. Es ist mit nichts zu vergleichen. Du bist hier draussen allein auf deiner kleinen, schwimmenden Insel. Kein Schiff weit und breit. Keine Menschenseele. Drumherum der unendliche Ozean. Ueber dir eine wild funkelnde Sternenorgie. Und unter dir der kilometertiefe Salzwasserpool voller geheimnisvoller Lebewesen. Beim Vorbeirauschen des Wassers an der Bordwand siehst du leuchtend gruenes Plankton in der Gischt. Zum Teil sieht es so aus, als wuerden dich vorbeiziehende Augen aus der Tiefe beobachten. In diesen Naechten willst du nirgendwo anders sein. Es sind deine Naechte. Hier draussen gibt es keine Vorschriften, keinen Staat und keine Grenzen. Es ist Anarchie. Auch Zeit spielt hier keine Rolle. Du kannst sowieso nichts an den Umstaenden aendern. Warum sich darueber also unnoetig Gedanken machen. Du kommst an, wenn du ankommst. So einfach ist es. Und so frei und ungezwungen erlebst du diese verzauberten Naechte. Wenn dann gegen 0530 Uhr ein feiner oranger Streifen am Horizont im Osten auftaucht, kommt der kroenende Abschluss dieser Nacht: der ultimative Sonnenaufgang. Auch der ist auf See besonders. Er bedeutet Leben, Energie und Hoffnung.

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Vorbei an St. Croix, das wir im Dezember 2013 besucht hatten – seitdem waren wir nicht mehr so weit im Norden / Passing St. Croix, which we visited in December 2013 – since then we haven’t been up that far north until now

Letzten Mittwoch (8. April) gings los. Von der malerischen Grande Anse d’Arlet auf Martinique zu den Bahamas. Eine Strecke von knapp 1000 Seemeilen. Wir starten in die Nacht, damit wir die Spanish Virgin Islands, wo wir vielleicht noch stoppen wollen, bei Tageslicht anfahren koennen. Wir rechnen mit zweieinhalb Tagen. Weit gefehlt! Da der Wind mal wieder staerker ist als prognostiziert und unsere Planung wohl noch auf Island Time lief, sind wir deutlich schneller als berechnet. Wir erreichen die VIs bereits in der Nacht. Es ist dunkel, also gefaehrlich fuer die Einfahrt in ein schlecht befeuertes, unbekanntes Riff. Und da das Segeln bei Tag und Nacht wieder richtig Spass macht, der Wind nahezu perfekt ist und wir bereits seit einem Monat von Trinidad zu den Bahamas unterwegs sind, entschliessen wir uns – its about time! – weiter zu segeln.

Seit ueber einem Jahr sind wir nicht mehr laengere Strecken ueber mehrere Tage und Naechte gesegelt. Es ist immer wieder aufregend. Du weisst nie genau, was dich erwartet. Die Naechte sind lang, mit wenig Schlaf, das Wetter ist nicht verlaesslich und es geht gern auch mal was zu Bruch oder faellt aus. Die koerperliche und geistige Anstrengung einer solchen Nonstop-Fahrt ist nicht zu unterschaetzen. Speziell, wenn man zu zweit ist, alles selbst macht und sich die Naechte teilt.

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Regenbogen nach einem heftigen Squall + Endlich wieder Delfine!!! /
Rainbow after a heavy squall + Dolphins, again!!!

Wir kommen gut voran – zurueck im Nordatlantik mit seinem vertrauten Wellen-Rock’n Roll, der TRINITY voranschiebt und konstant von einer Seite auf die andere rollen laesst. Allerdings koennen wir unser eigentliches Ziel Mayaguana nicht anlegen, der Wind kommt aus Suedost. Ohne Kursaenderung wuerden wir irgendwo in Florida landen. Mal sehen, was der Morgen bringt: Entweder wir halsen gen Sueden, gen Mayaguana – oder schauen einfach, welche der vielen Bahamas-Inseln am naechsten liegt.

Carpe diem + noctem
R+K
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After a long time, this is the first message from far out at sea again. Our SSB radio, a special modem and a landstation in Panama enable us to feed our blog. No pictures this time because the amount of data is limited. We will supply a few once we’ll have internet connection again.

It’s deep at night. A clear blue sky full of stars with scattered clouds along the horizon, bringing strong gusts with them assumingly. TRINITY is plowing through the pitchblack Atlantic waves with 7 to 8 knots speed. The Turks&Caicos Islands are a 100 nautical miles to portside. It’ll be another one or two days to our destination Bahamas. Since the breeze is a moderate 4 beaufort and we’re running downwind, we’ve hoisted our Code Zero sail plus spinnaker pole. TRINITYs bow is pointing at the evening star. A great navigational aid for steering at night.

Nights at sea are a truely unique experience. Magical. Blown away. Like in another universe. Without comparison. You’re out here on your floating, forward-moving island. Without any other vessel in reach. Nor another human being. Surrounded by the endless ocean. Above you a wildly glittering starlit sky. Below you a mile-deep saltwater pool full of mysterious creatures. When watching the water flowing by the hull, you see glowing green plankton in the spray. It looks like there’d be eyes watching you from out of the deep. In those nights you wouldn’t want to be anywhere else, just here. Those nights belong to you. Out here, there are no rules or regulations, no state authority, no boundaries. It’s mere anarchy. Even time doesn’t count since you can’t change the circumstances. So don’t waste any time on thinking about that. You will get there when you get there – it’s just that simple. And that’s how you’re experiencing those enchanted nights. At 5:30 a.m., when a thin orange stripe lits up at the horizon, you’ll experience the crowning point of that night: the ultimate sunrise. Even a sunrise is different out at sea, it symbolizes live, energy, hope.

We set sails last Wednesday, April 8th, starting off from picturesque Grande Anse d’Arlet, Martinique, bound for the Bahamas far up in the north-west. Approximately 1000 nautical miles. We started at night to reach the Spanish Virgin Islands, a considered stop, at daytime. We calculated two-and-a-half days – but were proven wrong. Since the wind was blowing harder than predicted (as usually), we were much faster. We reached the VI at night, in the dark, not a perfect time for approaching an unfamiliar reef-surrounded archipelago. Since we’re enjoying sailing by day and night so much again, since the wind is fair and almost perfect and we started almost a month ago in Trinidad with destination Bahamas, we decided to sail on. It was about time!

For over a year, we haven’t sailed nonstop legs for several days. And even after three years sailing, it’s still always exciting: you never know what will await you. The nights are long and dark, the weather is unpredictable, hence unreliable, there might be gear breakage or failure of an important instrument. You never get enough sleep and if you try, it’s not very comfortable because of the steady boat movements. Last but not least, don’t underestimate the physical and mental efforts of a nonstop cruise. Especially when you’re double-handed and dividing the nightwatches by two.

So far we’ve made good progress, back in the North Atlantic with its familiar downwind Rock’n Roll, pushing TRINITY foward, letting her constantly roll from one side to the other. Only that we can’t target our destination Mayaguana due to the southeasterly wind. Without altering our course, we would end up somewhere in Florida. So let’s see what the morning will bring – either we’ll jibe towards Mayaguana or wait and see which of the many Bahamian islands might be in reach.

Seize the day + night
R+K

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A Taste Of Europe.

(English version below)

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Auf dem Weg nach Martinique: Pizza-Stopp bei “Elena’s” in Rodney Bay/St. Lucia +
Happy Hour mit Pastis in Le Marin/Martinique

Wir sind auf Martinique angekommen. Und da Martinique zu Frankreich gehoert, sind wir zurueck im Euroland. Oder auch Schlaraffenland, wie Kerstin immer sagt: denn hier gibt es wieder alles, was das Herz begehrt. Koestliche Weine, gutes, guenstiges Bier, Kaese, Brot und alle sonstigen Leckereien, die die franzoesische Kueche hergibt. Und das zu erschwinglichen Preisen. Denn der Karibik ist der US-Dollar eine Art Leitwaehrung. Und da der Euro schwaechelt, ist das Leben unter Palmen recht teuer geworden.

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Unter Segeln von St. Lucia nach Martinique + TRINITY vor Anker in Le Marin

Nicht so auf Martinique. Hier hat der Euro nach wie vor seine ganze Feuerkraft. Und deshalb verproviantieren wir uns hier für die naechsten Monate. Vor allem Milch, Wasser (von dem wir pro Tag ca. acht Liter verbrauchen), Bier und Wein sind in der uebrigen Karibik nahezu Luxusgueter – sie kosten hier deutlich weniger, als wir in der woanders dafuer zahlen muessen. Ein Liter Milch war z.B. auf manchen Inseln fuer bis zu fuenf US-Dollar zu haben – also aktuell fast fuenf Euro! Ausserdem koennen wir hier fuer’s Boot noch einige Ersatzteile besorgen, die wir auf Trinidad nicht bekommen konnten. Ein perfekter Stopp!

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Sehr praktisch – die Dinghy-Stege vor den Schiffsausruestern und Supermaerkten /
So convenient: the dinghy docks in front of chandleries and supermarkets

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Unser neuer Mitbewohner – da Stauraum immer knapp ist, erweitern wir ihn mit der Tonne in unserem ‘Keller’ / Our new crew member – since storage space is scarce, we enlarge it with this barrel, firmly tied in our ‘cellar’

Aber Einkaufen ist nicht alles. Martinique ist eine wunderschoene Insel – so haben die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts Martinique und Guadeloupe von den Briten im Austausch fuer deutlich mehr Landmasse (Dominica, Grenada, St. Vincent, Tobago sowie zusaetzlich Gebiete im Senegal und Nordamerika) erworben. Als wir vor zwei Jahren schon einmal hier waren, haben wir die Schoenheiten der Insel nahezu ignoriert – bis auf einen Ausflug zum Karneval in Fort-de-France. Nicht so dieses Mal. Wir haben uns ein Auto gemietet und neben den ueblichen Stopps an grossen Baumaerkten eine Tour ueber die Insel gemacht. Vor allem der Canal du Beauregard (oder auch Sklavenkanal) und die Bergwelt hatten uns gelockt.

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Wanderung entlang des Canal du Beauregard mit Belohnungs-Café au Lait im Garten Eden oder “Maison Rousse” / Hiking along the Canal du Beauregard with a treat in between (Café au Lait at beautiful ‘Maison Rousse’)

Der Canal du Beauregard, der frueher der Bewaesserung der Zuckerrohrplantagen diente und sehr an die Levadas auf Madeira erinnert, bietet die perfekte Kulisse fuer eine Wanderung mit spektakulaeren Ausblicken, viele hundert Meter hinab ins Tal und auf das karibische Meer, umgeben von schoenster Natur.

Danach fuhren wir die Berge rauf und runter (z.T. im ersten Gang, weil der knuffige Mietwagen schwaechelte) nach Trinité und Robert, zwei Orten, die kurioserweise nebeneinander liegen und die wir einfach sehen mussten. Ein koestliches franzoesisch-creolisches Dinner im “Pura Vida” in Sainte Luce rundete den Ausflugstag ab. Ein kleiner Wermutstropfen war ein Streik just an diesem Tag – so etwas kennen wir von Zuhause, haben wir in der Karibik aber noch nicht erlebt. Und es bedeutete, dass an keiner Tankstelle noch Benzin zu bekommen war. Zum Glueck waren noch zwei Ersatzkanister an Bord, so konnten wir den Mietwagen damit wieder volltanken.

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Sieht aus wie ‘ne Nacht- und Nebelaktion? War’s auch: Ein Selfie mit Warnblinklicht im Scheinwerferkegel auf dem Standstreifen einer Schnellstraße /
Selfie in the headlights on the hard shoulder of a highway

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Wiedersehen mit Durita und Stamen von SV GAIA aus Norwegen, die wir in Chaguaramas/Trinidad kennengelernt haben. Da sie derzeit den Staub schlucken muessen, haben wir sie auf TRINITY entfuehrt und mit ihnen ein paar schoene Abende verbracht. /
Reunion with Durita and Stamen of SV GAIA from Norway which we met before in Chaguaramas/Trinidad. Since they’re worhing hard on the hard, we kidnapped them and spent a couple of great nights with them on TRINITY.

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Martinique – Le Freak – C’est Chic

Nachdem das Boot nun deutlich an Gewicht zugelegt hat und wir fuer die naechsten Monate versorgt sind, geht es in Kuerze weiter in Richtung Bahamas – vielleicht mit einem Stopp auf den Spanish Virgin Islands.

Santé!
K+R
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We’ve arrived in Martinique – and since Martinique is part of France, we’re back in Europe for the moment. To Kerstin, it’s the land of milk and honey – or wine, bread and cheese. Name a delicacy and you get it here at reasonable prices. That’s quite a thing because in most places in the Caribbean, the currency follows the US-Dollar and with the weak Euro, life has become expensive for us.

Not here. The Euro is still at its full strength. That’s why we are provisioning for the next months. Compared to Martinique’s prices, especially milk, water (we’re consuming about eight litres a day!), beer and wine are almost luxury goods in the rest of the Carib. E.g., in some islands we paid up to five US Dollars for a litre of milk – that would be five Euros at the moment! Also, we’re able to get much needed spare parts for the boat here, stuff that we couldn’t get hold of in Trinidad. So Martinique makes a perfect stop for us!

But of course shopping isn’t everything. Martinique is a very beautiful island. Imagine, in order to purchase Martinique and Guadeloupe from the Brits in the 18th century, the French had to part with double the number of islands (Dominica, Grenada, St, Vincent and Tobago) as well as possessions in Senegal and North America. When we visited Martinique back in 2013, we didn’t take a closer look on the beauty of the island, except for an excursion to Fort-de-France for carnival. This time, it was different: we hired a car and explored the island, including the usual stops at large hardware stores. Especially the Canal du Beauregard and the hilly countryside were luring us away from the boat.

The Canal du Beauregard was built by slaves and made for feeding the sugar cane fields. It reminds of Madeira’s Levadas and makes a perfect background for a scenic hike, with spectacular views of valleys far down below and the Caribbean ocean in a distance.

Afterwards, we climbed the mountains by car, often in first gear because the cuddly small rental car wouldn’t have made the steep roads otherwise. Our destinations were two villages by the names of Trinité and Robert – they’re next to each other and we just had to see them with our own eyes. A French Creole dinner at ‘Pura Vida’ in Sainte Luce made for a perfect finish of that day off. The only weird thing was a strike on that day – yes, that’s Europe as well! The fuel stations were running out of gasoline but luckily we had two jerrycans full of gasoline on board and were able to top up the tank of the car.

After TRINITY has gained a lot of weight now and we got all the things we will need within the next months, we’re ready to go Bahamas. Maybe with a short stop in the Spanish Virgin Islands – we’ll see!

Cheers or ‘Santé!’
K+R

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On The Road Again.

(English version below)

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Wir sind wieder unterwegs. Nach knapp 9 Monaten Abstinenz. Es hat uns in den Fingern gekribbelt. Von Tag zu Tag spuerten wir es mehr und mehr in unserer Magengegend. Die Aufregung stieg. Und auch die Versuchung, nochmals den Absprung – und damit den Abschied – zu verschieben. Zumal von allen Seiten kam: “Ihr duerft nicht abreisen…”, “Ihr seid jetzt Trinis” (wie passend, waren wir eigentlich schon immer ;)). 1000 Dank auch nochmals an die Ladys im Peake Office! Daniella, Patrice & Co. Ihr habt uns unseren langen Aufenthalt versuesst!

Im Laufe der letzten Woche in Chaguaramas zeichnete sich bereits ein Wetterfenster ab. Ein einziger Tag, entweder Sonntag oder Montag. Unsere Richtung ist Norden. Und dafuer brauchen wir oestliche Winde. Eher selten zu dieser Jahreszeit, die von nordoestlichen Winden gepraegt ist. Es wurde der Montag und somit auch unser ganz persoenlicher Arschtritt aus der Komfortzone. Montag Morgen um 6 Uhr hiess es dann: “Leinen los!”. Thanxx, Carl, for the Linehandling!

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Dann doch: Aufbruch bei Sonnenaufgang /
Eventually: departure from Chaguaramas at sunrise

Es war ein herrlicher Morgen mit moderaten Winden (in der Abdeckung von Chaguaramas). Und es wurde ein aufregender Segeltag. Nicht nur, dass wir wieder das Piratengebiet passieren mussten, auch das Wetter forderte uns heraus: Draussen blies der Wind konstant mit 5 Bft, in Boen bis 8 Bft. Wellenhoehe 2 – 3 Meter, in Spitzen bis 5 Meter. Natuerlich immer von schraeg vorn. Unsere Speed lag meist konstant zwischen 8 und 10 Knoten. Bei 2 Knoten Strom auf die Nase. Wir haben 11 Stunden gebraucht fuer 86 Seemeilen. Waren also rechtzeitig dort, um noch bei Tageslicht zu ankern. Ein herrlicher erster Segeltag nach der langen Pause! TRINITY ist fantastisch gesegelt. Und sieht auch noch gut dabei aus! Die viele Arbeit hat sich absolut gelohnt.

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TRINITY vor Anker in Admiralty Bay, Bequia, und die Crew beim Landgang, Princess Margret Beach /
TRINITY at anchor in Admiralty Bay and her crew exploring Princess Margret Beach

Da wir zwar noch eine Saison in der Karibik bleiben, aber gern auch viel Neues sehen wollen, nehmen wir uns in diesem bekannten Revier nun immer groessere Strecken vor und stoppen nicht nochmals ueberall. Derzeit sind wir auf unserer Lieblingsinsel Bequia. Hier legen wir einen laengeren Stopp ein, um nochmals diese wunderschoene Insel, das tuerkise Wasser und die lieben Menschen zu zelebrieren. Samstag Nacht stieg auch bereits unsere erste Jump-Up-Party bei Freunden im neu eroeffneten Coffeeshop Chameleon. Lustigerweise waren wir ursaechlich an der Entstehung der Party beteiligt. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Die beiden Traumstraende Princess Margret Beach (oben) und Lower Bay (unten) /
Magnificent beaches rim Admiralty Bay, Princess Margret Beach (above) and Lower Bay (below)

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Zu Besuch bei Kuenstler Steve Winsborough in seiner Villa ‘Ginger Lilly’ – mit gigantisch schoenem Ausblick und sogar zu mieten. Man beachte die Poser-Katze! /
Visiting artist Steve Winsborough in his villa Ginger Lilly (for rent!) with a terrific view, overlooking Admiralty Bay. Mind the cat!

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Steve hat einen ganzen Zoo im Haus, Katzen, Hunde – Baby Girl (rechts im Bild) wollte uns nicht gehen lassen, sondern kam einfach mit, bis wir sie wieder den steilen Berg hoch nach Hause brachten /
Steve is collecting pets, among others ‘Baby Girl’ who didn’t want us to leave but accompanied us all the way down the hill until we brought her back up the steep slope again

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Toko’s Bar liegt auf der “anderen” Seite der Insel – ein Besuch rundet eine tolle Wanderung ab / Make sure to visit Toko’s Bar – it’s located on the less touristy side of the island and rounds a great hike around the northern coast of Bequia

Carpe Diem
R+K

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We’re back on stage. After 9 months of not sailing. We had an urge that grew bigger day by day. The excitement rose. As well as the temptation to postpone departure and therewith farewell. Additionally, so many people kept saying: ‘Don’t leave’, ‘You’re Trinis already’ (yes, we’ve been that for quite some time now – on TRINITY ;)). So many thanks again to the Ladies in the Peake’s office, Daniella, Patrice & Co., who made our long stay even sweeter!

During our last week in Chaguaramas there seemed to appear a suitable weather window. A single day, either Sunday or Monday. Our sailing direction is north so we need easterly winds. Which are quite rare at this time of the year. It happen to be… Monday. Kicking our asses out of the comfort zone. Monday morning at 6, we cast off. Many thanxx again to Carl for the line handling at sunrise!

It was a wonderful morning with moderate winds, at least as long as we were motoring out of Chaguaramas bay and out of the notorious Boca. And afterwards it happened to be an exciting sailing day. On the one hand, we had to pass Venezuelean pirate territories again. On the other hand, the weather was challenging. The wind was constantly blowing with 5 bft, gusting to 8 bft. Waves from northeast 2 – 3 meters (7 – 10 feet), rising up to 5 meters (16+ feet). Despite 2 knots of current against our nose, we were able to keep a speed of around 8 to 10 knots. It took us 11 hours to make those 86 nautical miles, so luckily we dropped the hook well before sunset. What a fabulous sailing day after the long break! TRINITY was running terrificly and is looking gorgeous additionally! A reward for all the work.

Since we will stay another season in the Carib but are eager to experience new places, we will head for longer legs and won’t stop anywhere all the way up this time. At the moment, we’re spending time in Bequia, our favourite island. We’ll stay put for a few days to enjoy this enchanted little island, the turquoise water in the anchorage of Port Elizabeth and spending time with great people. Saturday night we had the first jump-up party with friends at the newly opened (and highly recommendable!) coffeeshop Chameleon. Funny enough, we were kind of the cause for the whole thing. But that’s another story.

Seize the day
R+K

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