On The Road Again.

(English version below)

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Wir sind wieder unterwegs. Nach knapp 9 Monaten Abstinenz. Es hat uns in den Fingern gekribbelt. Von Tag zu Tag spuerten wir es mehr und mehr in unserer Magengegend. Die Aufregung stieg. Und auch die Versuchung, nochmals den Absprung – und damit den Abschied – zu verschieben. Zumal von allen Seiten kam: “Ihr duerft nicht abreisen…”, “Ihr seid jetzt Trinis” (wie passend, waren wir eigentlich schon immer ;)). 1000 Dank auch nochmals an die Ladys im Peake Office! Daniella, Patrice & Co. Ihr habt uns unseren langen Aufenthalt versuesst!

Im Laufe der letzten Woche in Chaguaramas zeichnete sich bereits ein Wetterfenster ab. Ein einziger Tag, entweder Sonntag oder Montag. Unsere Richtung ist Norden. Und dafuer brauchen wir oestliche Winde. Eher selten zu dieser Jahreszeit, die von nordoestlichen Winden gepraegt ist. Es wurde der Montag und somit auch unser ganz persoenlicher Arschtritt aus der Komfortzone. Montag Morgen um 6 Uhr hiess es dann: “Leinen los!”. Thanxx, Carl, for the Linehandling!

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Dann doch: Aufbruch bei Sonnenaufgang /
Eventually: departure from Chaguaramas at sunrise

Es war ein herrlicher Morgen mit moderaten Winden (in der Abdeckung von Chaguaramas). Und es wurde ein aufregender Segeltag. Nicht nur, dass wir wieder das Piratengebiet passieren mussten, auch das Wetter forderte uns heraus: Draussen blies der Wind konstant mit 5 Bft, in Boen bis 8 Bft. Wellenhoehe 2 – 3 Meter, in Spitzen bis 5 Meter. Natuerlich immer von schraeg vorn. Unsere Speed lag meist konstant zwischen 8 und 10 Knoten. Bei 2 Knoten Strom auf die Nase. Wir haben 11 Stunden gebraucht fuer 86 Seemeilen. Waren also rechtzeitig dort, um noch bei Tageslicht zu ankern. Ein herrlicher erster Segeltag nach der langen Pause! TRINITY ist fantastisch gesegelt. Und sieht auch noch gut dabei aus! Die viele Arbeit hat sich absolut gelohnt.

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TRINITY vor Anker in Admiralty Bay, Bequia, und die Crew beim Landgang, Princess Margret Beach /
TRINITY at anchor in Admiralty Bay and her crew exploring Princess Margret Beach

Da wir zwar noch eine Saison in der Karibik bleiben, aber gern auch viel Neues sehen wollen, nehmen wir uns in diesem bekannten Revier nun immer groessere Strecken vor und stoppen nicht nochmals ueberall. Derzeit sind wir auf unserer Lieblingsinsel Bequia. Hier legen wir einen laengeren Stopp ein, um nochmals diese wunderschoene Insel, das tuerkise Wasser und die lieben Menschen zu zelebrieren. Samstag Nacht stieg auch bereits unsere erste Jump-Up-Party bei Freunden im neu eroeffneten Coffeeshop Chameleon. Lustigerweise waren wir ursaechlich an der Entstehung der Party beteiligt. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Die beiden Traumstraende Princess Margret Beach (oben) und Lower Bay (unten) /
Magnificent beaches rim Admiralty Bay, Princess Margret Beach (above) and Lower Bay (below)

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Zu Besuch bei Kuenstler Steve Winsborough in seiner Villa ‘Ginger Lilly’ – mit gigantisch schoenem Ausblick und sogar zu mieten. Man beachte die Poser-Katze! /
Visiting artist Steve Winsborough in his villa Ginger Lilly (for rent!) with a terrific view, overlooking Admiralty Bay. Mind the cat!

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Steve hat einen ganzen Zoo im Haus, Katzen, Hunde – Baby Girl (rechts im Bild) wollte uns nicht gehen lassen, sondern kam einfach mit, bis wir sie wieder den steilen Berg hoch nach Hause brachten /
Steve is collecting pets, among others ‘Baby Girl’ who didn’t want us to leave but accompanied us all the way down the hill until we brought her back up the steep slope again

Carpe Diem
R+K

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We’re back on stage. After 9 months of not sailing. We had an urge that grew bigger day by day. The excitement rose. As well as the temptation to postpone departure and therewith farewell. Additionally, so many people kept saying: ‘Don’t leave’, ‘You’re Trinis already’ (yes, we’ve been that for quite some time now – on TRINITY ;)). So many thanks again to the Ladies in the Peake’s office, Daniella, Patrice & Co., who made our long stay even sweeter!

During our last week in Chaguaramas there seemed to appear a suitable weather window. A single day, either Sunday or Monday. Our sailing direction is north so we need easterly winds. Which are quite rare at this time of the year. It happen to be… Monday. Kicking our asses out of the comfort zone. Monday morning at 6, we cast off. Many thanxx again to Carl for the line handling at sunrise!

It was a wonderful morning with moderate winds, at least as long as we were motoring out of Chaguaramas bay and out of the notorious Boca. And afterwards it happened to be an exciting sailing day. On the one hand, we had to pass Venezuelean pirate territories again. On the other hand, the weather was challenging. The wind was constantly blowing with 5 bft, gusting to 8 bft. Waves from northeast 2 – 3 meters (7 – 10 feet), rising up to 5 meters (16+ feet). Despite 2 knots of current against our nose, we were able to keep a speed of around 8 to 10 knots. It took us 11 hours to make those 86 nautical miles, so luckily we dropped the hook well before sunset. What a fabulous sailing day after the long break! TRINITY was running terrificly and is looking gorgeous additionally! A reward for all the work.

Since we will stay another season in the Carib but are eager to experience new places, we will head for longer legs and won’t stop anywhere all the way up this time. At the moment, we’re spending time in Bequia, our favourite island. We’ll stay put for a few days to enjoy this enchanted little island, the turquoise water in the anchorage of Port Elizabeth and spending time with great people. Saturday night we had the first jump-up party with friends at the newly opened (and highly recommendable!) coffeeshop Chameleon. Funny enough, we were kind of the cause for the whole thing. But that’s another story.

Seize the day
R+K

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Never Gonna Say Goodbye

(English version below)

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Es ist an der Zeit, wieder Segel zu setzen und weiterzuziehen. Eigentlich wollten wir ja schon im Dezember so weit sein, aber alles kam ganz anders. Inzwischen ist unsere To Do-Liste deutlich kuerzer geworden, wir haben sogar viele ‘Das-wollten-wir-schon-immer-machen-‘Projekte geschafft, und TRINITY ist bereit fuer neue Abenteuer.

Nach mehr als drei Monaten in Chaguaramas/Trinidad naehern wir uns nun also dem Abschied. Und der faellt uns diesmal besonders schwer. Die lange Zeit auf Trinidad war extrem schoen und aufregend. Und so voellig unerwartet. Wir haben festgestellt, dass Trinidad so viel mehr zu bieten hat, als wir bislang dachten. Wir hatten viele wunderbare Begegnungen. Wir haben tolle Menschen getroffen, die uns ans Herz gewachsen sind. Wir werden sie sehr vermissen! Ragga hat die richtigen Worte gefunden: ‘Ich sage nicht ‘Auf Wiedersehen’, sondern ‘Bis bald”.

Lassen wir die Bilder fuer sich sprechen:

Inseltour mit Erika und Joerg von SUCA zum Asa Wright Nature Centre – die perfekte Ablenkung in den Tagen, als TRINITY noch als Grossbaustelle an Land stand: /
Island tour with Erika and Joerg from SUCA to Asa Wright Nature Center – perfect distraction back in the days when TRINITY was still on the hard:

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Speedbootrennen vor dem Trinidad & Tobago Yacht Club – die Boote sind vergleichbar mit der Formel 1. Und immer gewinnt MONSTER, das Boot von ‘unserer’ Werft Peake Yacht Services: /
Speedboat race in front of Trinidad & Tobago Yacht Club – boats are comparable to Formula One racecars. MONSTER of Peake Yacht Services always comes first:

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Ragga zeigte uns seinen Lieblings-Wasserfall in der Naehe von Maracas – spektakulaer, wunderschoen und sooo entspannend: /
Ragga took us to his favourite waterfall close to Maracas – enchanted, spectacular, highly relaxing:

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Wir hatten eine tolle Zeit mit dem nicht nur in der Karibik beruehmt-beruechtigten Sinbad and seinem Buddy Grant, die gerade MAISIE ROSE eine Schoenheitskur verpassen – hoffentlich kreuzen sich unsere Wege bald wieder!: /
The notorious Sinbad and his buddy Grantie are working hard to bring MAISIE ROSE back on the water – hopefully we’ll meet up again soon:

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Kerstin’s Caribbean Hairstyle – nach vielem Drueber-Reden musste sie es endlich mal ausprobieren: /
Kerstin’s Caribbean Hairstyle – she had to have her hair braided because Robert and her were very curious how it would look:

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Carl aus Kanada war schon vor uns auf der Werft – er baut eine klassische Motoryacht zu einem Dining- und Party-Schiff um, das bald vor Europa’s Kuesten kreuzen wird: /
Carl from Canada accompanied our months on the yard, accomplishing a major task: turning a classical powerboat into a dining and party boat which will soon cruise Europe:

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‘Two-Fish’ is born. Mit seiner neuen Angel und seinem untrueglichen Killerinstinkt hat Robert in nur wenigen Minuten zwei stattliche Koestlichkeiten aus dem Meer gezogen. Und seine Freunde haben ihm umgehend seinen Karibik-Namen verpasst: ‘Two-Fish’. Mittlerweile gruesst man ihn sogar ueberall damit: /
‘Two-Fish’ is born. With his new rod and his killer-instict he managed to catch two delicacies. That’s how he got his new Caribbean nickname: ‘Two-Fish’. By now, everyone is greeting him by that name: /

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Und wie geht es nun weiter?

Wir haben uns lange mit der Frage beschaeftigt. Und mehrere Male die Route doch wieder veraendert. Urspruenglich wollten wir ja bereits Anfang Dezember Richtung Panama, damit wir viel Zeit im Pazifik haben. Nun ist es schon Maerz und wir muessten loshetzen und einige der schoensten Plaetze in der Karibik auslassen. Wir haben uns nun dagegen entschieden. Kein Stress! Derzeit planen wir, den Westen und Sueden der Karibik zu besegeln.

Aber zuerst geht es ueber Bequia/St. Vincent & The Grenadines (vorlaeufiges ‘Bis bald-‘Sagen zu unserer Lieblingsinsel) und Martinique (Provisioning mit europaeischen Koestlichkeiten) Richtung Bahamas. Dort treffen wir einige Freunde wieder. Und dann geht es vielleicht ueber Cuba suedwaerts entlang der karibischen Westkueste: Mexiko, Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und rueber nach Kolumbien. Und Ende Dezember/Anfang Januar soll es weiter gehen Richtung Panama Kanal. In die Suedsee. We will see!

Bis bald!
K+R
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It’s about time – time to set sails and head for new shores. Actually we wanted to do that back in December but, as you already know, things came out differently. In the meantime, our to-do-list has shrinked significantly, we were even able to accomplish some ‘nice-to-have’ tasks. TRINITY is ready to go – and her crew is as well.

After three months in Chaguaramas/Trinidad, we’re getting closer to saying ‘Goodbye’. And that’ll be harder than ever. This time span was so beautiful and exciting. And absolutely unexpected. Trinidad has so much more to offer than we initially thought. There were so many wonderful encounters. We’ve met great people who became very close friends. We will miss you so much! But, as Ragga put it once: ‘Never say Goodbye, but ‘See you soon!”.

Let the pictures above speak for themselves!

So, what’s next?

We’ve dealed with that question for quite some time. And changed our decision again and again. We wanted to head for Panama by December in order to have plenty of time for cruising the Pacific. It’s March already and we would have to hurry and skip some of the best places of the Caribbean. So we decided against that. No stress! Our actual plan is to sail the West and South of the Carib.

First, we will sail straight to Bequia to say ‘See you soon’ to our favourite island over here. Than we’ll go on to Martinique to stock up on provisions. Afterwards, our destination will be The Bahamas. We’ve spent some time there already in 2013 but that’s been way to short. We will meet up with friends there. Once hurricane season will start in July, we might cruise via Cuba along the Westcoast of the Caribbean: Mexico, Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica and finally Columbia. End of the year or beginning of neyt year we’ll head towards the Panama canal. Bound for South Pacific. We will see!

See you soon!
K+R

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Work Hard, Play Hard.

(English version below)

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Der Dichter Rimbaud schrieb einst „Vor dem wahren Leben kommt das Ausleben aller Sinne.“ Wer also bisher seine Sinne noch nicht voll ausgelebt hat, sollte einen Stop in Trinidad einlegen und diese wertvolle Erfahrung komprimiert nachholen: beim Trini Carnival.

Welcome to Trinidad, the home of Carnival. The wildest party on earth! So titeln die Plakate und Websites und so sagte man uns, als wir vor Monaten auf Trinidad ankamen. Und so sollte es auch kommen.

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Kerstin + Robert + Ragga + Katie going wiiiiiillllddd

Bereits seit Anfang des Jahres ueberschlagen sich die Partys und Events fuer Karneval. Es ist das zentrale Highlight im Kalender eines jeden Trinidadians. Selbst in der Schule ist es ein festes Unterrichtsfach. Von ueberall her reisen die Party-Verrückten an, um entfesselt mitzufeiern. Und wenn es auf den Hoehepunkt zusteuert, ist niemand mehr zu halten.

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Soca, Calypso, Steeldrums und Wining sind die zentralen Themen des Trinidad Carnivals. Speziell das Wining hat es uns angetan. Hier drehen sich die sexy Bumpsies im Kreis und laden die Phantasien und das ein oder andere Gliedmass der maennlichen Partycrowd maechtig auf!

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Ja klar, wir haben schon viele Partys in unserem Leben gefeiert. Aber das hier ist anders. Nicht nur, dass die spannendsten Events wie Insomnia und J’Ouvert (sprich Juuwee) erst spaet nachts starten und bis in den Vormittag gehen (Sonnenbrille nicht vergessen!). Auch die wilden Wasser-, Farb- und Schlamm-Schlachten lassen dich deutlich ueber die gewohnten Grenzen hinweg feiern. Es ist exzessiv. Es ist heisss. Es ist euphorisierend. Und es ist hochgradig erotisch. Ein Tanz auf dem Vulkan.

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Wining: siehe rechts im Bild /
For a glimpse of real wining, see right corner of the pic

Einer der diesjaehrigen Karnevals-Soca-Hits heisst ‘Lucy‘. Es geht um Loslassen. Und das war auch unser Motto. Let loose! Und das pulsierende Leben in vollen Zuegen geniessen. Wir lieben es. Und wir sind gluecklich, dass auch dies ein Teil unseres Lebens ist.

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Inside the eye of the hurricane

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Thanxx Katie for the great pics!

1.000 Dank nochmals an Katie und Ragga fuer die wunderbare Begleitung durch diese elektrisierenden Naechte. Wir lieben euch. Und wir freuen uns bereits heute auf eine angemessene Fortsetzung. Under the black flag – Rarararara!

Let loose!
R+K
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French poet Rimbaud once said: ‘Before the true life there is the living out of all senses.’ The ones among our dear followers who haven’t done that properly yet should make a stop in Trinidad. Trini Carnival offers it all in a nutshell.

Welcome to Trinidad, the home of Carnival. The wildest party on earth! That’s what all the billboards and websites keep promising and what we’ve being told after arriving in Trinidad three months ago. And that’s what became true.

Since the beginning of 2K15 there are carnival parties and events all over the island. It is the central highlight in the yearly schedule of almost each Trinidadian. It even became a subject at Trini schools! Party people from all over the world arrive in Trinidad to celebrate madly and wildly. There’s absolutely no stopping when the feast is about to reach its peak.

It’s all about Soca, Calypso, Steeldrums and Wining. Especially the Wining kind of caught us. You see all the sexy bumpsies going around in circles, charging phantasies and sometimes even the limbs of some blokes.

Oh yes, we’ve already partied a lot in our lifes. But this is different. Not only that the most exciting fêtes like Insomnia and J’Ouvert (say: Juwe) start in the darkness of the night and don’t stop until bright daylight (so don’t forget your sunglasses!). Additionally, all the wild battles with loads of water, paint and mud make you party beyond your former limits. Excessive, hot, euphoric – and highly erotic. It feels a bit like a dance on the rim of a volcano.

One of this year’s biggest carnival hits is called ‘Lucy’. It’s all about release. That matches our motto: Let loose! Enjoy life to its fullest. Make the best out of every day. We love it. We’re happy that this attitude is an essential part of our life aboard.

Many, many thanks to Katie and Ragga for the wonderful company through these electrifying nights. We love you both! And are already looking forward to a proper sequel. Under the black flag – Rarararara!

Let loose!
R+K

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Mission Possible

(English version below)

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TRINITY back in her element

Wow! Was fuer ein Gefuehl!
Wir haben es geschafft!
Wir sind wieder im Wasser!

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Unsere Lady hat eine umfangreiche Frischzellenkur hinter sich und strahlt wieder in neuem Glanz! Ein schier endlos erscheinendes Projekt ist endlich abgeschlossen. Und wir sind stolz. Stolz auf die getane Arbeit. Stolz, dass wir nicht aufgegeben haben. Stolz, dass wir es selbst erledigt haben. Und ganz besonders stolz auf das Ergebnis.

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Splassshhhhh!!!

Neben viel neuem handwerklichen Geschick haben wir 3 Learnings aus dem zurueckliegenden Projekt gezogen:

1. Habe Spass! Karl Valentin hat mal gesagt “Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.” Da ist viel Wahres dran. Die widrigen Umstaende kannst du nicht aendern, aber deine innere Einstellung ihnen gegenueber. Also aergere dich nicht drueber, sondern mache das Beste draus. So wie es kommt. Bleib in deiner positiven Energie!

2. Gruebel nicht! Haette, waere, wenn. Ihr glaubt gar nicht, wie viel destruktives Gedankengut in uns steckt. Ich nenne es immer den Quatschkopf. Die innere Stimme, die alles schlecht macht, in Frage stellt und sowieso alles viel besser weiss. Dieser Quatschkopf ist keine Hilfe! Er demotiviert und haelt dich auf. Also stell ihn ab! Und wenn er kommt, reicht meist schon ein kurzes, knappes “Halt’s Maul!” und du hast deine Gelassenheit und den Spass zurueck.

3. Keine Angst! Was wir hier gerade erledigt haben, haben wir noch nie zuvor gemacht. Kann ich das ueberhaupt? Das ist doch nicht zu schaffen ohne jegliche Erfahrung?! Und dann kommt die Angst auf. Auch da gibt es einen schoenen Spruch: “Lass die Angst vor dem Scheitern nie groesser werden als die Lust zu Gewinnen”. Angst ist keine Hilfe. Angst laehmt. Angst raubt dir die Kraefte. Angst ist ein Urinstinkt, der uns das Leben retten soll. Wenn es also nicht um dein Leben geht, ist Angst ueberfluessig und laehmend. Die Lust zu Gewinnen hingegen ist befluegelnd und sehr viel freudvoller!

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Keine verrottenden Solarpanele mehr auf dem Deckshaus! /
No more rotten solar panels on the deckhouse!

Jetzt liegen wir endlich wieder im Wasser. Es schaukelt, der Wind kuehlt und wir sind wieder in den Elementen. Nach wie vor mit einer langen Liste der zu erledigenden Themen. Und da demnaechst Trinidad-Karneval vor der Tuer steht – die wildeste Party der Karibik – haben wir unser Timing darauf ausgerichtet, um dieses grandiose Event in vollen Zuegen mit zu feiern. Und nach Karneval werden wir dann zu neuen Ufern aufbrechen.

Just do it!
R+K
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Wow, what a feeling – we made it!
We’re back on the water!
Our lady has gone through a major touch-up and looks brighter than ever! An almost endless seeming project is finished, mission accomplished. We can’t help but be proud of what we’ve done ourselves and that we haven’t given up.

Besides new skills and some craftmanship we could deduct three learnings out of the project behind us:

1. Have fun! Karl Valentin once mentioned: “I’m happy when it’s raining. Cause when I´m not happy it will rain anyway”. There’s a truth in it. You can’t change the circumstances but you can change your attitude towards them. Don’t bother but make the best out of it! Take it as it comes. Keep your positive energy!

2. Stop speculating! Would, could, should. There are so many negative thoughts in us which try to take over when a challenge comes around. I call it the ‘blatherskyte’. The inner voice that tries to make everything look bad, that questions everything and pretends to be a know-it-all. Simply don’t listen! He’s a demotivating moron and just holding you back. Turn him off! Just tell him to shut the fuck up once he appears and you’ll get back your serenity and fun.

3. No fear! What we’ve just finished here is something we’ve never ever done before. Will I be able to do this? How can you accomplish it without any experience or skills? That might create fear. There’s another saying for that: ‘Never let the fear of failure become bigger than the delight of winning’. Fear doesn’t offer any support. It simply paralyses. It takes your energy away. Fear is an ancient instinct that is meant to save our lives. If it is not about a threat to your live, forget fear. The delight of winning is so much more encouraging and pleasant!

Eventually we’re back on the water. The boat is rocking, there’s a cool breeze and we’re back in our elements. There’s still a lot to do. But since Trinidad carnival is coming up – supposed to be the wildest party down here in Carib – we’ve adjusted our schedule accordingly. After carnival, we’ll hopefully be ready to head off to new shores again.

Just do it!
R+K

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Back On The Boat.

(English version below)

Wir sind zurueck. Zurueck in der Karibik. Zurueck auf Trinidad. Zurueck auf unserer TRINITY.

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Die Zeit in Deutschland war sehr schoen und intensiv. Wir haben viele persoenliche Dinge erledigt, Robert hat eine seit Jahren anstehende Knieoperation hinter sich gebracht, wir haben viele Freunde und unsere weit verstreute Familie besucht. Und wir haben unser Kulturdefizit intensiv abgebaut, diverse Konzerte, Theater und grossartige Ausstellungen besucht. Wir haben den Gewinn der Fussball Weltmeisterschaft in Berlin mitgefeiert und waren hautnah beim 25-jaehrigen Mauerfall-Jubilaeum dabei. Ein traumhafter Sommer und Herbst in Deutschland haben unseren Besuch perfekt abgerundet. 1000 Dank an alle, die uns das mit ermoeglicht haben! Es ist wohl nachvollziehbar, dass uns der Abschied sehr schwer fiel!

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Back in Schlaaaaand!
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A tour of Berlin Tempelhof, old airfield,
now turned into a public park
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Ladies’ night at Tipi, Berlin
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Lars’ and Lisa’s wedding in Übersee (= Overseas!) at Chiemsee Lake

Natuerlich haben wir in den zurueckliegenden Monaten auch viel ueber unsere Zukunft nachgedacht. Was machen wir? Wie geht es weiter? Was ist wichtig im Leben? Welche Ziele haben wir? Wie wollen wir die uns zur Verfuegung stehende begrenzte Zeit sinnvoll nutzen? Wir haben Business-Ideen eruiert und Angebote abgewogen und kamen dabei immer wieder zu dem Schluss, dass es uns derzeit noch nicht wieder reizt, in diese bekannten Gewaesser zurueck zu schippern. Nein! Die Weltmeere liegen direkt vor unserer Nase. Das Schiff steht fertig – so dachten wir zumindest – in der Karibik an Land. Wir haben den Mut, die Energie, die Neugier, die Abenteuerlust und die Liebe zur See noch nicht verloren. Und ganz wichtig: Wir haben so viel positiven Zuspruch zu unserem derzeitigen Leben, unseren Reisen und zu unserem Blog bekommen. So viele Ermunterungen, weiter zu machen. Here we are!

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Back to the roots – Robert’s homies

Die Welt ist so gross! Wir uebersehen das haeufig, wenn wir mit einem Overnight-Flieger von Deutschland in die Karibik, in die USA, nach Suedafrika oder wo auch immer hin fliegen. Verglichen mit dem Segeln ist das Fliegen wie Beamen. Die Welt ist mittlerweile ein Katzensprung. Es ist aber auch ein indirektes Ausblenden dessen, was auf diesen Wegen liegt. Die vielen Laender, Menschen, Inseln, Kulturen, Braeuche, Mythen, Sprachen und Charaktere und die damit verbundenen Erlebnisse. Wir haben bereits so viele aufregende Orte und einzigartige Menschen auf unserem Weg kennen und lieben gelernt. Es sind haeufig die Engel, die einen auf seinem nicht immer nur sonnigen Weg begleiten, unterstuetzen und Mut machen. Mit denen man genau so gut lachen wie weinen kann. Ein wahres Geschenk!
Unser Freund Gonzalo von der KAZAIO hat einmal gesagt, dass wir so schnell Freundschaften schliessen und sie auch meist sehr intensiv sind, liegt daran, dass wir Boater immer weiter fahren und dabei unterschiedliche Ziele und Plaene haben. Wir wissen also, dass es bald wieder Zeit fuer Abschied ist und wir keine Zeit zu verlieren haben. Wir tauchen direkt ein und merken sehr schnell, ob es passt oder nicht. Und wenn es passt, dann auch gleich richtig. Ohne Kompromisse. Dabei entstehen diese wunderbaren, intensiven, oft multikulturellen Begegnungen und Freundschaften, die wir nicht missen wollen. Wir wollen sie aufrecht erhalten und da, wo es passt, neue schliessen. Ein weiterer entscheidender Grund, warum wir dieses Leben gewaehlt haben und unser Abenteuer nun fortsetzen.

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Hanseboot boatshow – meeting up with our friends from THAT’S LIFE

Am 24. November – unserem mittlerweile dreizehnten Hochzeitstag! – sind wir zurueck nach Trinidad geflogen. Letztendlich haben wir bis hierher knapp 30.000 Seemeilen zurueck gelegt und waren zweieinhalb Jahre unterwegs. Der Rueckflug zu unserem Schiff dauerte lediglich 12 Stunden. Ein Katzensprung. Was uns hier allerdings erwartet hat, war so nicht abzusehen. TRINITY stand 5 Monate an Land. Hitze, Stuerme, Regenzeit und extreme Luftfeuchtigkeit haben unserer Lady arg zugesetzt.
Innen sah sie gut aus und die gefuerchtete Feuchtigkeit und der damit verbundene Schimmel im ganzen Schiff blieben aus. Unser Luftentfeuchter hat einen guten Job gemacht!
Aussen allerdings ergab sich ein total anderes Bild. Die Fugen in unserem gesamten Teakdeck haben sich im wahrsten Sinne des Wortes verkruemelt. Ein Desaster. Damit konnten wir nicht los! Das Deck waere offen, Salzwasser wuerde ueberall drunter kriechen und sehr schnell wuerde sich das Teakdeck vom Schiff loesen. Wir haben uns ein paar Kostenvoranschlaege mit den dazugehoerigen Timings eingeholt (hier ist gerade Hochsaison!) und wussten sehr schnell, da muessen wir selber ran. Ein Knochenjob. Unser Freund Paul, der in unserer Abwesenheit auf das Schiff aufgepasst hat, hat uns jeden Tag ein paar Stunden unterstuetzt. Aufgrund Roberts frischen Knie-OP und der strikten Anweisung der Aerzte, vorerst keine Arbeiten auf den Knien zu erledigen (weitestgehend undenkbar auf einem Schiff) war der Teakjob fuer ihn nur schwer machbar. Die Hauptlast lag bei Kerstin. Und sie hat sie mit Bravour geloest. Das Teakdeck war nach zwei Wochen wieder perfekt versiegelt.

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TRINITY construction site – re-caulking of the teakdeck

Robert hat sich in der Zeit in erster Linie um die Materialbeschaffung, den Motor, die Hydraulik, das Rigg und ein paar weitere Reparaturen gekuemmert. Damit wir die Aufgaben alle noch vor Weihnachten erledigt bekommen, und aufgrund der oft unertraeglichen Hitze in der knalligen Sonne unter unserem Zeltdach, mussten wir auch unsere Arbeitszeiten ausdehnen. Der Wecker klingelt haeufig bereits um 5 Uhr. Da ist die Temperatur noch bei angenehmen 25 Grad. Bereits um 8 Uhr steigt das Thermometer auf ueber 30 Grad. Um 10 Uhr auf ueber 40 Grad. Und um 12 Uhr haben wir knapp 50 Grad auf TRINITY. Da wir derzeit in der Regenzeit sind und es immer wieder zu monsumartigen Regenfaellen kommt, mussten wir das Schiff komplett abdecken und somit in dieser Sauna arbeiten. Weihnachten ist laengst vorbei – und die Arbeiten werden noch ein paar Wochen andauern.

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Bei den Holzarbeiten auf den Knien fiel uns zunehmend auf, dass der Lack an Deck ebenfalls sehr gelitten hat. Kleine Risse und Blasen, durch die ebenfalls Wasser unter den Lack dringt und damit spaeter auch unter das Teakdeck, mussten beseitigt werden. Das naechste Grossprojekt zeichnete sich ab. Die naechste Herausforderung. Der naechste Schock. Und da wir gerade dabei sind, haben wir uns auch entschieden, dass wir es gleich richtig machen und die kaputten, verrottenden Solarpanele auf dem Deckshaus nun auch endlich runter reissen. Da wir bei den Vorarbeiten zunehmend feststellen mussten, dass das Ausmass deutlich groesser ist als anfangs vermutet, ueberarbeiten wir nun das komplette Deck. Auch hier haben wir natuerlich ein paar Angebote eingeholt. Da aber alle Angebote im satten fuenfstelligen Bereich und die Zeitrahmen bei bis zu drei Monaten lagen, haben wir auch diese Aufgabe selbst in Angriff genommen. Man kann wohl sagen, mit dem Mut der Verzweiflung. Es ist ein extrem aufwendiges Projekt. Und ein Wettlauf gegen die Zeit, denn urspruenglich wollten wir bereits Anfang Dezember Richtung Westen aufbrechen.

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Unser Trinidad hat aber auch eine ganz andere Seite. Das sind die anderen Segler, die hier ebenfalls ihre Schiffe eingelagert haben oder zum Arbeiten hierher in den ehemaligen US Marinehafen gekommen sind. So wie die gerade vom Trans-Ocean ausgezeichneten Weltumsegler Hans und Barbara von der RESOLUTE. Sie konnten uns einige Profi-Tipps geben und haben uns das ein oder andere Werkzeug geliehen. Oder Rosi und Klaus von der SALMON. Und Rosi und Ludwig von CACIQUE. Blauwasser-Segler stehen sich immer mit Rat und Tat zur Seite. Und der ein oder andere muntere Abend mit spannenden Geschichten und aufregendem Seemannsgarn springt dabei auch immer mit heraus. Besten Dank nochmals fuer eure Unterstuetzung und die schoene Zeit!

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Und dann sind es doch wieder die Locals, die selbst einen auf den ersten Blick eher droegen, uncharmanten Ort wie Chaguaramas/Trinidad so besonders machen. Wir haben sie hier auf der ein oder anderen Party und auf der wunderbaren Peake’s Weihnachtsfeier, zu der wir eingeladen wurden, kennengelernt. Einer dieser Locals ist Ragga. Er ist Habourmaster bei Peake’s. Er ist Reggae-Musiker mit Wurzeln auf Saint Vincent und Bequia. Und mittlerweile ist er ein sehr guter Freund von uns beiden geworden. Ragga lebt an Land auf seinem Schiff BEAR NECESSITY, einer herrlichen Amel, die er in seiner knappen freien Zeit, d.h. nachts, komplett restauriert. Mit ihm haben wir hier viel erlebt. In den Mittagspausen, am Wochenende oder am Abend hat er uns seine Secret Places, schoene Badebuchten, einen geheimnisvollen Wasserfall und einen verzauberten Badesee mitten im Dschungel, gezeigt. Und in seinen freien Stunden hat er uns immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ohne dafuer jemals eine Gegenleistung zu verlangen. Ganz im Gegenteil. Ein echter Freundschaftsdienst. Er mochte uns und er wollte uns helfen. Und das hat er auch getan. Wir beide haben viel von ihm gelernt. Tausend Dank nochmals, Brother from another mother!

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Ragga hat uns auch Heiligabend zu sich auf sein Schiff eingeladen und karibisch gekocht. An diesem verzauberten Abend tauchten immer wieder Freunde auf, die sich fuer ein paar Stunden in das chillige Fest mit eingeklinkt haben. A truely holy night! Am naechsten Tag sind wir mit ihm zu Mamma Lou auf die Nachbarinsel Gaspar Grande gefahren. Mamma Lou hat einige Freunde und uns am ersten Weihnachtstag zum traditionellen Trinidad-Christmas-Lunch eingeladen. Ein weiteres Highlight auf unserer Reise und ein grossartiges Beispiel fuer Gastfreundschaft und Grosszuegigkeit, das wir wohl nie vergessen werden. Und an dem wir uns fuer unsere Zukunft ein positives Beispiel nehmen werden. Es ist ein aussergewoehnlich erfuellendes und wahrhaftiges Gefuehl, in der Fremde eine Heimat zu finden. Kaum zu beschreiben oder nachzuvollziehen, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Und dafuer sind wir sehr, sehr dankbar!

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Wir wuenschen euch allen einen wunderschoenen Jahreswechsel im Kreise eurer Lieben und ein erfuelltes, gesundes Neues Jahr 2015. Wir vermissen euch sehr. Und werden euch hier – ab jetzt wieder regelmaessiger – auf dem Laufenden halten.

One Love
R+K
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We’re back. Back in the Carib. Back in Trinidad. Back on TRINITY.

The time we spent in Germany was great and very intense. We were able to solve a lot of personal things, being on the list for quite some time. Robert had a knee surgery which was due for years. We spent a lot of time with friends and family. We endulged ourselves in culture, went to music concerts, to the theatre, to magnificent art exhibitions. We partied with the crowds after Germany became Soccer Worldchampion 2014 in Brasil and at the 25th anniversary of the fall of the inner-German Wall. The great weather during summer and fall cheered us up a lot as well. So many thanks to all the people who made our stay back home so wonderful! No wonder that farewell has been sooo hard.

In all those months we were thinking a lot about our future. What shall we do? Where will we be? How shall we go on? What’s important in life? What are our goals? Are they still the same? How can we make the best of the limited time at hand?
We were considering business ideas and job offers and always came to the conclusion that we’re not ready for returning to familiar waters yet. No! The seven seas are at hand, directly in front of us. The boat is ready to go on – at least that’s what we thought prior to our arrival in Trinidad. We’re still full of energy, curiosity, love of adventure and love of the ocean. And we’re getting so much positive affirmation of what we’re doing, of our life, our voyage and our blog as well. So much encouragement to move on – here we are again!

The world is huge. We tend to forget about that when we’re on an overnight flight from Germany bound for Carib, the US, Southafrica or wherever. Compared to sailing this is like being beamed. The whole world is within easy reach. The other side of the coin is that we oversee too easily what’s on the route of our travels by plane. So many countries, people, islands, cultures, rituals, myths, characters and experiences. On our voyage, we have already encountered so many great places and people. Some of them turned out to be those angels who accompany you, support you and encourage you when the going gets tough – which it does on a boat. You laugh and you cry together with them. That’s truely a gift! Our friend Gonzalo from KAZAIO once said that we tend to make friends very fast and very intense and that’s because boaters sail on and have different destinations and agendas. You know that in short it will time to say goodbye again and that you shouldn’t waste time. We dive deep into the exchange with the people we meet and find out fast whether there’s a spark or not. If there is one, it becomes a fire very quickly. No compromises. That’s the way how these friendships start – these often multicultural friendships which make our journey so special. We want to keep them alive and make new ones whenever there’s this special something. That’s one of the reasons why we chose this life and want to go on with it further.

We returned to Trinidad on November 24th, which happened to be our thirteenth wedding anniversary. It took us a good 30.000 nautical miles and two and a half years to come to Trinidad. The duration of the return flight from Germany was only twelve hours. A very short hop. Only, we hadn’t expected what we found here. TRINITY was on the hard for five months and heat, storms, rain season and extreme humidity had taken their toll from our lady. On the inside, she was in a pretty good condition, thanks to the dehumidifier we had installed back in June. No humidity, no mildew. On the outside, the picture was very different. The black caulking of the teakdeck had literally crumbled away. What an awful discovery.

No way that we could have sailed away with that. The deck would be open, saltwater could get in and eventually rip the deck off. So we got some quotes on the work – and decided to do it ourselves. Quite a back-breaking job, literally spoken again. We got help from Paul who had taken care of the boat during our absence. Robert couldn’t join because of the recent knee surgery. Apart from Paul’s support it was mainly Kerstin’s job to crawl on her knees, scrape the remaining caulking out of the seams, clean them and put the new caulking in. After two weeks: done. Robert could’nt get a rest, his list was long as well: run errands, get materials, service the engine, fix the hydraulic windlass, check the rigg and do some more repairs. In order to get everything done ‘on time’ (which should have been before Christmas, actually) we had to extend our working hours to the early morning. The alarm clock is set to five o’clock, temperature a nice 77° Fahrenheit then. At eight, the thermometer rises to above 86°. At ten, it’s above 104°. At noon, 120°! We had to cover the whole boat with a tarp since we’re still in rain season and, unfortunately, heavy downpours are coming now and then. Feels like a sauna under the tarp – seems we have invented ‘Bikram-Work’, which only Yoga lovers will understand ;)
Guess what, Christmas is over and work hasn’t finished yet.

When working on eye-level with the superstructures, we discovered that the paint had suffered as well. Small cuts and blisters needed to be repaired because water would get under the paint and into the wood again. The next big construction site was opening up. The next challenge. The next shock. Since we had to do it anyway, we decided to do it right and get rid off our old rotten, non-functioning solar panels which were mounted on the deckhouse. The scope of the work has dramatically extended, we’re overdoing the whole deck now. Again, we asked for quotes. Again, we rejected them – the cost and time estimates were much too high and much too long, up to three months! We faced the challenge with courage of despair. Because the heat is almost unbearable, we installed neon lights to lighten up our working zone under the tarp for the late hours. Actually we wanted to head West by end of December but we’re still in the middle of it all.

Fortunately, there is yet another side to our Trinidad. E.g. the other boaters who had their boats on the hard in Chaguaramas or had come here for work. Like Barbara and Hans from RESOLUTE who circumnavigated and got awarded for their route off the beaten path by German sailing association Trans-Ocean. They lent us tools and supported us with good advice. Or Rosi and Klaus from SALMON and Rosi and Ludwig from CACIQUE. Bluewater cruisers support each other and spend great nights with lots of talk and sailor’s yarn. Thanks again for your mental and active support!

And again it’s the locals who make even a place like Chaguaramas/Trinidad – which looks like a dull industrial port at first sight – so special. We met them at parties, jam sessions or at the Peake’s Christmas party we gratefully attended. One of these guys is Ragga. He works as harbourmaster at Peake’s. He’s a great guy, a Reggae musician by heart, was born in St. Vincent and lived in Bequia and The Netherlands. The three of us became very good friends in a very short time. Ragga lives on beautiful Amel cruising yacht BEAR NECESSITY on the hard which he is refitting in his limited spare time, so mainly at nights. We shared many special experiences and he showed us secret special places like terrific little bays for swimming, a secret waterfall or an enchanted little bathing pond in the middle of the jungle. In his spare time, he supported us with advice and active help. Without asking for anything in return. On the contrary. A true friend. He liked us and wanted to help. We have learned so much from him, not only about work but mentally and spiritually as well. So many thanks again, brother from another mother!

Ragga invited us for Christmas, Holy Night, to be precise, and cooked a fabulous Caribbean dinner. During this enchanted evening, friends were showing up now and then, sharing this party with us. A truely holy night! The next day, we went with Ragga to Gaspar Grande, a small island off Chaguaramas, to visit his friend Mamma Lou who had invited the three of us for a genuine Trinidadian Christmas lunch. This was a highlight and a great example of hospitality and generosity. We will take that as an example for ourselves. It is a very fulfilling and veracious feeling to find a home away from home. You can’t reproduce it if you haven’t experienced it yourself. Thanks so much for it!

We wish you all a great start into the new year, may it be fulfilling and of good healt for all of you and your loved ones! We miss you a lot. From now on, we’ll keep you posted more regularly again – promised.

One Love
R+K

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Hurricane Plan 2014

(English version below)

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Hurrikan-Zugbahnen in der Karibik seit 1851 (NOAA) /
Major Caribbean hurricans’ paths since 1851 (NOAA)

Segler, die in der Karibik unterwegs sind, muessen sich alljaehrlich die Frage stellen: Was tun in der Hurrikan-Saison?

Laut den Bedingungen unserer Versicherung beginnt die Hurrikan-Saison am 1. Juli und endet am 15. November. Das fragliche Gebiet reicht von 10° N (unterhalb Trinidad) bis 30,5° N (ungefaehr Hoehe Savannah, Georgia/USA) sowie oestlich von 98° W (Golf von Mexiko) und westlich von 60° W (ungefaehr Barbados) – deckt also so gut wie die gesamte Karibik ab. Bleiben wir in der Karibik, so ist TRINITY nur dann voll versichert, wenn sie entweder auf einem aus einem Stueck gefertigten Bock an Land steht oder sich waehrend eines ‘Named Tropical Storm’ auf See befindet. Auf See? Vielleicht kalkulieren die Versicherungen damit, dass kaum jemand von so einem Ausflug zurueckkehren und Ansprueche geltend machen wird. Das wollen wir aber auch gar nicht so genau wissen.

Die Alternative: wieder – wie schon in 2013 – Tausende von Meilen in die USA segeln. Das wollen wir diesmal nicht und beschliessen, auch nicht an Bord zu bleiben, denn im Sommer ist es hier unten unertraeglich heiss und schwuel. Nach langem Ueberlegen entscheiden wir uns dafuer, TRINITY an Land zu stellen und den Sommer in Europa zu verbringen.

Nachdem die Entscheidung also endlich getroffen ist, machen wir uns auf die Suche nach einem geeigneten ‘Land-Liegeplatz’. Offensichtlich etwas zu spaet. Wir sind erstaunt: die meisten Boatyards zwischen Puerto Rico und St. Lucia, unserem Aufenthaltsort zu diesem Zeitpunkt, sind bereits ausgebucht. Was ist mit all den ‘Snowbirds’, die im Winter in die Karibik segeln und im Fruehjahr wieder zurueck in noerdlichere Gefilde? Anders als gedacht gibt es wohl doch viel mehr Segler, die ihr Boot waehrend der Hurrikan-Saison an Land ‘abstellen’, als wir gedacht haben.

Ganz unten im Sueden werden wir schliesslich fuendig: Die Peake Werft in Chaguaramas/Trinidad hat noch Platz – und noch dazu einen 110 Tonnen Travellift, der TRINITY aus dem Wasser heben kann, ohne dass wir uns um Stage oder den Windgenerator Gedanken machen muessen. Ausserdem liegt Trinidad unterhalb des Hurrikan-Guertels und gilt deshalb als besonders hurrikansicher. Wir verabreden einen Kranungstermin fuer Ende Juni und haben somit noch Zeit fuer die Vorbereitungen.

Eines lernen wir ebenfalls schnell: Ein Boot einfach an Land abstellen ist nicht. Es gibt eine Menge vorzubereiten und ein paar kniffelige Fragen zu loesen und zu regeln. Z.B. gehen Batterien, die ueber Monate nicht geladen werden, in der Regel kaputt. Unsere 24 Volt-Hausbatterien werden ueber die Solarpanele geladen, das geht also in Ordnung. Aber was ist mit den beiden 12 Volt Starterbatterien? Sollten wir jemanden beauftragen, von Zeit zu Zeit das Ladegeraet anzuwerfen? Oder den Inverter und das Ladegeraet eingeschaltet lassen? Das koennte gefaehrlich und kontraproduktiv sein. Oder: was tun gegen Hitze und Feuchtigkeit, wie kann Schimmel unter Deck vermieden werden? Freunde haben uns von Kristallen erzaehlt, die der Luft Feuchtigkeit entziehen – vielleicht waere das eine Loesung. Wie koennen wir verhindern, dass Kakerlaken und andere Insekten bei uns einziehen? Wir haben von einem Fall gehoert, in dem gefraessige Termiten irgendwie an Bord gelangt sind und sich ueber die Inneneinrichtung eines Bootes hergemacht haben. Was tun mit Elektrogeraeten wie PCs, Satellitentelefon oder Aehnlichem? Mitnehmen? In wasserdichte Beutel packen?

Vielleicht habt ihr ein paar Ideen oder Erfahrungen, wie 12V Batterien am Leben gehalten, Schimmelbildung in Schach und Insekten fern gehalten werden koennen? Ueber Kommentare dazu wuerden wir uns sehr freuen!

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Frueh am morgen: Abfahrt von den Pitons, St. Lucia /
Early morning departure from the Pitons, St. Lucia

Wir haben inzwischen wieder Kurs Sued eingeschlagen und sind von St. Lucia aus zurueck zu den Grenadines gesegelt. Etwa eine Woche vor dem Aus-dem-Wasser-hol-Termin werden wir in Trinidad eintreffen, um TRINITY fuer die Landliegezeit klar zu machen. Bis dahin geniessen wir die Grenadines und besuchen bekannte Plaetze wie Bequia, die Tobago Cays, Mayreau und Union Island, aber auch bislang unbekannte wie die schoene Insel Canouan. Ueberall ist es inzwischen deutlich leerer als zur Hochsaison im Winter, die Ankerplaetze sind nahezu verwaist. Das finden wir grossartig!

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Traumhafter Ankerplatz vor Canouan / Beautiful anchorage off Canouan

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Streetlife

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Lagune auf der Luvseite / Windward lagoon + Tamarind Beach Resort

Zum Beginn der Fussball-WM 2014 am 12. Juni moechten wir in Grenada sein, um dort mit Hanneke und Pim von NELLY ROSE die ersten Spiele zu sehen. Und zum Viertelfinale werden wir dann bereits in Deutschland sein.

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WM-Vorbereitung / Worldcup preparations (Canouan)

Die Hurrikansaison endet am 15. November – mal sehen, wie lange wir es ohne unsere Lady und ohne das Leben auf dem Wasser aushalten!

Carpe diem + noctem
K+R
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Each year anew, cruisers in the Caribbean have to face the question: What to do during hurricane season?

According to the regulations of our insurance company, hurricane season begins July 1st and ends November 15th. The hurricane area ranges from 10° N (below Trinidad) to 30,5° N (approx. Savannah, GA, USA) as well as east of 98° W (Gulf of Mexiko) and west of 60° W (approx. Barbados) – it almost fully covers the whole Caribbean. If we’d stay, we would need to put TRINITY on a one-piece metal cradle on the hard to get full coverage – or be out at sea if a named tropical storm should approach. Out at sea? Maybe the insurance companies count on not too many people coming back from such an excursion to make claims?!

The alternative would be to sail thousands of nautical miles up to the US again, like in 2013. This time, we decide against that (sorry, dear friends up there!) and as well against staying onboard due to the almost unbearably hot and humid climate in the summer months. So, after a long time of consideration, we finally decided to put TRINITY on the hard and spend the summer in Europe.

Next thing on the list: Find a place on the hard for TRINITY. We thought we’d just need to point a place on the map we’d fancy and be lucky but – reality turned out to be different. Most boatyards were already fully booked – at least those in Puerto Rico, BVI, St. Marten, Sint Maarten, Antigua and St. Lucia. What about all the snowbirds – gone without their boats?

We’re lucky to find a place down south: Peake Marine Services in Chaguaramas/Trinidad has capacity as well as a 110 ton travel lift which will haul TRINITY out without worrying about stays or wind generator. Another advantage is Trinidad’s location below the hurricane belt. We approve a haul-out date for end of June and therefore have plenty of time left for preparations.

One thing is for sure: You can’t just put a boat on the hard – it’s not that easy. Beforehand, there’s a lot to do and tricky questions have to be answered and taken care for. Imagine, batteries would die if not charged for a few months. Our 24 volt house batteries will be charged via the solar panels but what about the two 12 volt starter batteries? Leave the inverter switched on as well as the charger? Maybe not a good idea to have them running all the time. Ask somebody to switch them on every once in a while? Or: what to do about heat and humidity which can cause mold all over the inside of the boat? Maybe place some crystals there which are said to take humidity out of the air, as friends of ours suggested? How to avoid cockroaches or other insects? We’ve heard of one case where termits moved in, lived snuggly and destroyed nearly the whole interior of a boat. What about sensitive electronical devices like PCs, sat phones and the like? Take them woth us to Europe? Put them in zipper bags?

We would appreciate any comments with advise and suggestions on the above issues – thanxx in advance!

In the meantime, our bow is pointing south again. We’ve sailed from St. Lucia to the Grenadines. One week before haul-out we will arrive in Trinidad to prepare TRINITY for storage.Up to then, we’ll simply enjoy the Grenadines and visit familiar places like Bequia, Tobago Cays, Mayreau and Union Island and discover unknown territorry such as the island of Canouan. There are not too many boats around anymore, especially compared to high-season in winter. Good for us – we love the off-season!

We want to be in Grenada for the start of the Soccer Worldcup 2014 where we will be watching the games together with Hanneke and Pim from NELLY ROSE (the match between Germany and the Netherlands will have to wait though – Germany against USA comes first ;)). For quarter finals, we will be back in Germany.

Hurricane season ends Nov 15 – we will see how long we can spare TRINITY as well as cruising life!

Seize the day + night
K+R

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One Love.

(English version below)

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TRINITY at anchor in Chatham Bay/Union Island

Seit dem 21. April sind wir zurueck auf TRINITY. Zurueck in der Karibik. Zurueck in der ‘Island Time’. Zurueck in unserem anderen Leben, dem Boaters’ Life. Die Wochen in Deutschland, auf Teneriffa und Mallorca waren extrem spannend und voller schoener Begegnungen. 1.000 Dank nochmals an die vielen guten Freunde und unserer Familie fuer die vielen wunderbaren Stunden!

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Passendes Motto im Miami Airport / At Miami airport

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ONE LOVE bezieht sich auf universelle Liebe und Respekt aller Menschen fuer alle Menschen, unabhaengig von Rasse, Glauben oder Hautfarbe.

Zurueck auf Grenada haben wir noch einige Tage im Grenada Yacht Club verbracht, uns akklimatisiert (zurueck auf 30 Grad), verproviantiert und das Schiff klar gemacht. Und sind dann ausgelaufen Richtung Grenadines. Unser Plan: Einchecken auf Union Island in Clifton und dann weiter zu den Tobago Cays. Doch es kam anders. Ein herrlicher Segeltag, allerdings die ganze Zeit hart am Wind. Was uns am spaeten Nachmittag dazu bewog, unser Ziel etwas vom Wind abzubringen und auf der Rueckseite von Union Island in der Chatham Bay zu ankern. Am naechsten Morgen setzten wir mit unserem Dinghy zum Strand ueber, um nach Clifton zu wandern und dort fuer St. Vincent & The Grenadines einzuchecken. Am Strand begegneten wir John, einem echten ‘Carib’, der uns den Beginn eines steilen und holprigen Pfades den Berg hinauf Richtung Clifton zeigte. Ein herrlicher, aber auch schweisstreibender Marsch stand uns bevor. Bei unserer Rueckkehr am Nachmittag begruesste uns Mark von Pleasure’s Bar + Rum Shop bereits mit einem kuehlen Drink am Strand. Und damit begann eine wunderbare, bewegende Geschichte.

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Pleasure’s Rum Shop on the beach

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Union Island: On our walk to Clifton + view over Ashton

Letztendlich haben wir einen knappen Monat in der Chatham Bay verbracht. Wir wurden in die Familie von Pleasure, dem Rasta-Vollblut-Musiker, der sogar schon mit Paul McCartney gejammt hat, seiner “Frau” Rose, ihrem Sohn John (unserem Guide, siehe oben) und dem bei ihnen lebenden, in der Bar arbeitenden Amerikaner Mark aufgenommen. Wir haben viele Tage und Naechte gemeinsam am Strand oder auf unserem Schiff verbracht. Etwas, das wir auf unserer bisherigen Tour durch die Karibik immer sehr vermisst haben: der echte, wahrhaftige Kontakt zu den Menschen vor Ort. Was sie bewegt. Was sie ausmacht. Wie sie leben. Und vor allem: was uns verbindet. Pleasure hat uns immer mit dem Rasta Gruss und dem Ausspruch ‘One Love’ begruesst und verabschiedet. Und das sagt bereits sehr viel ueber das dortige Leben im Paradies aus. Es wird viel gelacht. Alle strahlen eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit aus. Hektik oder Stress kennt niemand. Es gibt weder fliessend Wasser noch Stromanschluss. Alles, was es hier zu Essen oder zu Trinken gibt, wird muehsam ueber die steilen Pfade hergetragen. Selbst die Eisbloecke fuer die Kuehltruhe oder die Bierkisten werden geschultert und durch die sengende Hitze zum Strand getragen. Und doch sind alle stolz und gluecklich, hier in diesem sehr einfachen, aber gleichzeitig wundervollen Umfeld zu leben. Eine Tatsache, die wir schnell verstehen und ebenfalls lieben lernen. Wir bleiben und geniessen die Zeit mit unseren neuen Freunden.

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‘One love': Robert and Pleasure

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Rose and Pleasure

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Mark aus den USA, der nun bei Pleasure + Family in der Chatham Bay lebt /
Mark from NH, USA who now lives in Chatham Bay

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Rum Shop Boys: Mark, Ding-Ding, (Straight) Pants, John and Fred

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Robert laedt ein zum Burrito Dinner am Strand /
Robert preparing burrito dinner for the family

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Rose, Pleasure’s wife – heart+soul of the family

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Kerstin fuettert Becky + Mutter Milly mit Tochter Becky /
Kerstin feeding Becky, the kitten + Milly, the mother, with Becky

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Vollmond-Party mit Vollblut-Musiker Pleasure / Fullmoon party with Pleasure, musician by heart

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Der andere Pleasure: Koenig der Haehne / (The other) Pleasure, king of the roosters

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Grocery shopping in Ashton with Rose, our great shopping guide

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Die Arztpraxis in Ashton: Untersuchung je nach Wochentag /
Doctor’s office at Ashton: each day a different consultation

In der Chatham Bay gibt es mehrere Beach Bars. Da das Angebot mehr oder weniger gleich und die Anzahl der moeglichen Gaeste, meist Boater, jetzt in der Nachsaison sehr ueberschaubar ist, wird der Kampf um diese wenigen Gaeste sehr ernst genommen. Pleasure haelt sich da allerdings komplett raus. Das ist nicht sein Stil. Und somit ist seine Rum-Bar eher den Insidern, Einheimischen oder den wirklich Aufgeschlossenen vorbehalten.

Nach drei Wochen bekommen wir Besuch von “alten” Freunden, mit denen wir gemeinsam von Mallorca bis nach Gibraltar und dann im Rahmen der ARC nach St. Lucia gesegelt sind: Der Gourmet und Hobby-Koch Gonzalo mit seinem Katamaran KAZAIO, diesmal ohne Familie. Mit an Bord sein Onkel José, den wir bereits aus Spanien kennen, und unser Freund Rolf, der damals ebenfalls mit seiner Frau Silke auf deren Kat den Atlantik gequert hat. Eine Reunion Feier auf Union Island. Das passt.

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Finally! Reunion with KAZAIO crew

Nachdem wir dann doch irgendwann den Absprung geschafft haben und die Abschiedstraenen getrocknet sind, segelten wir weiter nach St. Lucia, da dort unser Freund Paul (der Kunstprofessor, den wir letztes Jahr auf den BVI´s kennen und lieben gelernt haben) von SONIC BOOM auf uns wartete. Nach 2 Tagen Ueberfahrt sahen wir beim Einlaufen in die Rodney Bay auch gleich weitere Freunde von uns: Pim und Hanneke von der NELLY ROSE. Sie waren ebenfalls bei der ARC 2012 dabei und mit ihnen sind wir letztes Jahr gemeinsam von Nassau/Bahamas nach Deltaville/USA gesegelt. Uns verbanden also viele gemeinsame Meilen und das ein oder andere – meist hollaendische – Bier. Paul, Hanneke, Pim und wir verbrachten gemeinsam einige herrliche Tage vor St. Lucia.

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St. Lucia Reunion: Paul from SONIC BOOM + Dinner with Hanneke and Pim from NELLY ROSE

Das ist uebrigens eine der tollen Seiten am Boaters’ Life: Immer wieder treffen wir auf Bekannte und Freunde, deren Weg wir bereits das ein oder andere Mal gekreuzt haben. Und mit denen wir uns in der ein oder anderen Bay verabreden. Und da die Zeit immer sehr knapp ist – eben weil sich die Wege dann auch schnell wieder trennen – ist sie um so intensiver und emotionaler.

ONE LOVE
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Since April 21st we’re back aboard TRINITY. Back in the Caribbean. Back on ‘Island Time’. Back in our ‘other’ life, the boaters’ life. All those weeks in Germany, on Tenerife and Mallorca have been exciting and full of great encounters. Sooo many thanks to all our friends + family for those wonderful hours!

Back in Grenada we spent some more days at Grenada Yacht Club, getting accustomed to the climate again, provisioning, getting the boat ready. The ocean was calling and so we left for the Grenadines and headed towards Union Island, to clear in at Clifton and move on to the Tobago Cays. That was at least the plan. It turned out to be different: It was a wonderful sailing day, we were heading up-wind and had to tack to reach Clifton. Then we catched a glimpse of Chatham Bay. We read about it in the guide book, altered our course and dropped anchor close to the beach. The next day, we beached our dinghy to walk to Clifton for customs clearance. At the beach, we met John, one of the very few remaining Caribs, who showed us a steep path (and shortcut) up the hill. It turned out to be a great hike (and wet t-shirt contest as well). Upon our return to Chatham Bay in the afternoon, Mark of Pleasure’s Bar + Rum Shop was there to greet us with an ice-cold soft drink at the beach. That was the beginning of a wonderful story.

We stayed put in Chatham Bay for almost four weeks and became part of Pleasure’s family: Pleasure, musician by heart who even held a session with Paul McCartney once, his ‘wife’ Rose, her son John (our guide, see above) and Mark, the American who chose to live with the family and acts as a host for the bar. We spent many days and nights together at the beach or on TRINITY. That has been something we truely missed while cruising the Caribbean: getting in touch with the locals, getting to know what moves them, what makes them special, what connects us. Pleasure always greeted us with the Rasta hello and the saying ‘One love’. It tells a lot about life in paradise. They do laugh a lot. They convey a very special calmness and serenity. Hectic or stress are strangers to them. There is no running water or electricity. All food and drinks have to be carried by foot via the steep path up and down the mountain. Even ice blocks or beer boxes are heaved on the shoulders and carried to the beach under the unmerciful sun. Nonetheless, all are proud and happy to live in a very basic, yet wonderful environment. We understood and fell in love with the place as well. That’s why we stayed and enjoyed the time with our new friends.

There are a few more beach bars on the beach of Chatham Bay. They all carry similar stuff and since the range of possible customers (= mainly boaters) is quite limited, they’re fighting about those few who come to anchor here. But not Pleasure: he’s not taking part in that game. Hence, his rum shop remains a secret and is visited mainly by insiders, locals or the very open-minded.

After three weeks, a catamaran drops anchor next to us: KAZAIO. Dear old friends come around with whom we sailed from Mallorca to Gibraltar and then onto St. Lucia with the ARC. On board gourmet Gonzalo, this time without his wonderful family, his uncle José whom we met in Spain and Rolf who crossed the Atlantic with his wife Silke, dog Chester and cat Sparkle on their own catamaran NEXT LIFE. A reunion party on Union Island – what a match.

It’s been really hard to separate but after so many weeks it was time to set sails again. We headed to St. Lucia where our friend Paul (whom we met in the BVIs in 2013) was waiting on SONIC BOOM. After two days of sailing we approached Rodney Bay and unexpectedly were greeted by two more friends: Hanneke and Pim from NELLY ROSE who participated in the ARC 2012 as well and accompanied our sail from Nassau/Bahamas to Deltaville/USA last year. We shared a lot of nautical miles and some beers, mainly Dutch ones. Paul, Hanneke, Pim and the two of us spent wonderful days anhcored off St. Lucia.

That’s truely one thing we love about boaters’ life: every now and then we’re crossing paths with old sailing friends. Time always flies because everyone has their own schedule and needs to move on – which makes the time we’re spending together even more precious.

ONE LOVE
R+K

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